Fakten über Flüchtlinge

Von Wolf Achim Wiegand

20. Juni 2020 (Welttag der Flüchtlinge) – Rund 80 Millionen Menschen weltweit sind entwurzelt. Die Ursachen sind laut den Vereinten Nationen: Konflikte, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen.

2019 mussten elf Millionen Menschen mehr ihre Heimat verlassen, als im Jahr davor. Damit hat sich die Zahl der Entwurzelten innerhalb eines Jahrzehnts verdoppelt.

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Fakten:

Von den 80 Millionen Entwurzelten waren…

  • 45,7 Millionen im Heimatland Vertriebene,
  • 26 Millionen Flüchtlinge,
  • 4,2 Millionen Asylsuchende.

„Gewaltsame Vertreibung ist heutzutage enorm weitverbreitet und üblich. Das ist die Folge der größten Konflikte der Welt und sie müssen daher beendet werden.“

Selin Unal, Sprecher Flüchtlingshilfswerk UNHCR in der Türkei

Einige in Europa wenig beachtete Hotspots:

Demokratische Republik Kongo: etwa 8,1 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. In einem unübersichtlichen Konflikt bekämpfen sich seit Jahren trotz der größten militärischen Friedensmission MONUC rivalisierende Gruppen. „Die Bevölkerung hat jedes Vertrauen in Institutionen wie Polizei, Militär, Justiz und Parteien verloren.“ 55 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder

Venezuela: Über 5,1 Millionen Menschen haben das südamerikanische Land laut UN-Angaben verlassen. „Noch immer überqueren tausende Menschen die Grenzen zu Brasilien, Kolumbien… Expert*innen gehen davon aus, dass diese Zahl Ende 2020 auf bis zu 6,5 Millionen steigen könnte. Dies ist nicht nur die größte Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas, auch weltweit gibt es kaum eine Region, wo so viele Menschen ihr Land verlassen haben.“

Myanmar: Rund 860.000 Angehörige der Rohingya-Minderheit sind aus dem buddistischen Land ins benachbarte Bangladesch gezogen ein Folge brutaler Gewaltausbrüche gegen das muslimische Volk. „Durch die hohe Anzahl von Geflüchteten ist im Distrikt Cox’s Basar eine Ansiedlung von Flüchtlingsunterkünften entstanden, die in ihrer Ausbreitung ihres Gleichen sucht,“ berichten die UN. Kutupalong ist mit fast 600.000 Bewohner*innen (so viele wie in Düsseldorf) das größte Flüchtlingslager der Welt.

„Die Türkei hat weltweit mit 3,9 Millionen Menschen die meisten Flüchtlinge aufgenommen, vorwiegend aus Syrien, wo der Bürgerkrieg ins zehnte Jahr gegangen ist.“

Bericht von Al-Jezeera

Im Südsudan. Foto: Roland Brockmann für Welthungerhilfe

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