20. Juli: TAG DER WELTRAUMFORSCHUNG

Von Wolf Achim Wiegand

Darmstadt (waw) – Bei vielen Menschen ist die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ziemlich unbekannt. Dabei bezeichnet sie sich selbst als „Europas Tor zum Weltraum“ – zu Recht. Über das Hauptquartier in Paris und das Europäische Satellitenkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt „koordiniert und fördert“ die ESA die Entwicklung der europäischen Raumfahrt, heißt es auf der ESA-Website.

Damit Europa im Weltraum präsent ist und forschen kann steht der ESA ein Budget von 6,7 Mrd. Euro (2020) zur Verfügung. Das ist natürlich ein Klacks gegen den 22 Mrd.-Euro-Haushalt der US-Weltraumbehörde NASA oder die vermuteten 18 Mrd. Euro, die das private Unternehmen SpaceX zur Verfügung hat. Dafür leisten die zirka 2.200 ESA-Mitarbeiter hochspezialisierte Aufgaben, beliefern NASA und auch SpaceX mit Spitzenprodukten und schießen vom EU-Raumhafen Kourou in Guinea aus selbst Satelliten mit eigenen Raketen ins All.

Video: Eine Reise in den Weltraum – nicht sooo ernst gemeint…

Momentan sind 22 Staaten ESA-Mitglieder. Sinn ist es, kaum bezahlbare nationale Alleingänge zu unterlassen und das Können und Wissen ganz Europas zu bündeln. Hauptziel ist ein gemeinsames Weltraumprogramm. Dazu gehören Ziele wie:

  • Erforschung der Erde und ihres unmittelbaren Umfelds, des Sonnensystems und des Universums,
  • Entwicklung satellitengestützter Technologien und Dienstleistungen,
  • Förderung europäischer High-Tech-Industrien.

Und das sind die Mitgliedsstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn.

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