Europa USA Handel Woche 2025/11: Aktuelles über Europäisches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Zusammengefasste Nachrichtenauswahl ⤵️.
Europa USA Handel Woche 2025/11

- BRÜSSEL: Trump droht, Europa bleibt standhaft. Scrolle⤵️.
- RUSSLAND: Putin will über Waffenstillstand sprechen – “vielleicht”. Mehr ⤵️.
- TÜRKEI: Erdogan erfreut über Comeback im Westen. Details: Unten ⤵️.
💬 Das alles und noch viel mehr von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)

Trump droht EU mit Zöllen von 200 Prozent
Falls die EU ihre Zölle auf Whiskey nicht aufhebt, wird der US-Präsident aktiv. Donald Trump droht, einen Zoll von 200 Prozent auf alle Weine aus der Europäischen Union zu erheben. Auch andere Alkoholika wären betroffen. Details: n‑tv.de Originaldrohung: truthsocial.com/@realDonaldTrump.
Die EU ficht das bislang nicht an. Der Staatenverbund plant ab April Gebühren auf US-Spezialprodukte im Wert von bis zu 26 Milliarden Euro zu erheben. Diese betreffen Produkte vom Whiskey über Motorräder bis hin zu Sportbooten. Auch Jeans und Erdnussbutter sind betroffen. Dennoch hoffe die EU auf eine verhandelte Lösung, sagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Vergeltungszölle sind die einzige Sprache, die Trump respektiert – Das ist die Meinung des Handelsblattes handelsblatt.com

Europa USA Handel Woche 2025/11
Putin spricht:

Nach langem Schweigen hat sich der russische Präsident Wladimir Putin zu dem Vorschlag einer Waffenruhe in der Ukraine geäußert. Der Vorschlag wurde von Washington und Kyjiw vor zwei Tagen vorgelegt. Dazu äußerte sich Putin nun sibyllinisch. Die “Idee an sich” sei richtig, sagte der Diktator am Abend in Moskau. Aber: er habe “viele Fragen” und wolle „vielleicht“ mit den USA sprechen.
Beobachter sagen, der Kreml habe kaum Anreiz zu einer Feuerpause, weil er sich militärisch auf der Siegerstraße wähne. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte cool und meinte, Putin betreibe „Manipulation“. Er traue sich nicht, offen zu sagen, dass er den Krieg fortsetzen wolle.
Unterdessen dringen die Angreifer weiter in die Ukraine vor. Sie sollen in der Grenzregion Kursk rund 430 Kriegsgefangene gemacht haben. Putin versichert, die Soldaten würden human behandelt. Die Menschenrechtsbeobachtungsmission der UN hat jedoch seit August 2023 genau 79 Hinrichtungen dokumentiert.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025–03/ukraine-krieg-waffenruhe-wladimir-putin https://www.t‑online.de/nachrichten/ukraine/id_100635496/ukraine-selenskyj-wirft-putin-verzoegerungstaktik-bei-waffenruhe-vor.html https://www.koha.net/de/index.php/bote/ukraina-akuzon-rusine-per-ekzekutim-te-te-burgosurve-te-luftes
Unsere Daten zeigen, dass Europa in der Lage wäre, die US-Hilfen zu großen Teilen zu kompensieren. - Man muss der Ukraine nur politisch helfen wollen, analysiert Forschungsdirektor Christoph Trebesch vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) ifw-kiel.de
EU hat ihr Gesicht gewandelt:

Das Gesicht der Europäischen Union hat sich seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump verändert. Es war ursprünglich eine Art Wirtschaftsbündnis. Jetzt wirkt es fast wie eine Verteidigungsallianz. Diesen Eindruck haben Beobachter nach einer Pressekonferenz mit Ursula von der Leyen aus Anlass des 100. Tages ihrer zweiten Amtszeit als EU-Kommissionspräsidentin. Dabei enthüllte die deutsche Christdemokratin, dass sie von ihren 26 Kommissarskollegen „regelmäßige Sicherheitsupdates“ abfordert.
Themen der Reports seien Risiken, die in allen EU-Politikbereichen auftreten könnten, sagte von der Leyen. Sie nannte etwa die übermäßige europäische Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen und eine Instrumentalisierung der Migration. Ohne Russland und die USA direkt zu nennen, sprach Europas oberste Behördenchefin von einer sich verändernden Sicherheitslandschaft. euractiv.de t‑online.de
Wenn wir etwas Selbstvertrauen hätten, würden wir nicht auf jeden dummen Kommentar aus Washington reagieren. - Žygimantas Pavilionis war Botschafter Litauens in den USA und warnt vor Maulhelden fr.de/politik
EU packt Migration an – wirklich?

Die Europäische Union soll ihren Kurs gegen illegale Migration verschärfen. Das hat EU-Innenkommissar Magnus Brunner einem kleinen Kreis von Journalisten mitgeteilt. Nach seinen Angaben sollen Rückführungen von Migranten ohne legalen Aufenthaltsstatus künftig einfacher und schneller ablaufen. Betroffen sind EU-weit rund eine halbe Million Menschen, die abgeschoben werden müssten.
Zudem seien strengere Einreiseverbote und die Einrichtung von Rückführungszentren außerhalb der EU-Grenzen vorgesehen. Die Maßnahmen sollen mehr Kontrolle über die EU-Außengrenzen ermöglichen und die Abwehr irregulärer Zuwanderung effektiver gestalten. Ob sich der Kurs in den 27 EU-Mitgliedsstaaten unisono durchsetzen lässt, ist offen. derstandard.at
Grönland wählt links ab:

Die sozialdemokratisch geführte Regierung der weltgrößten Insel hat die Parlamentswahl krachend verloren. Laut Ergebnis verliert die Koalition von Ministerpräsident Múte B. Egede die Hälfte ihrer Sitze. Hingegen erreicht die sozialliberale Partei Demokraatit in Nuuk, der Hauptstadt, die 3000 km von Kopenhagen entfernt ist, schlagartig 30 %. Bisher hatten sie neun Prozent. Ihr 33 Jahre junger Chef und künftige Regierungschef Jens-Frederik Nielsen steht für eine allmähliche Selbstständigkeit Grönlands. Der Ex-Minister und Profi-Badmintonspieler will Wirtschaftsinvestitionen fördern.
Verdoppelt von bislang zwölf auf nunmehr 25 % hat sich die populistisch-zentristische Naleraq des Piloten Pele Broberg. Sie möchte als einzige Partei schnell die Unabhängigkeit ausrufen. Broberg befürwortet US-Kooperationen. Niemand, einschließlich Broberg, unterstützt die von US-Präsident Donald Trump angedrohte Annektierung des eisüberzogenen Bodenschatz-Paradieses. Wer mit wem in dem strategisch wichtigen 57.000-Einwohner-Land koaliert, steht noch nicht fest. wiwo.de
Lasst uns das ganz klar sagen: Grönland steht nicht zum Verkauf. Nicht heute. Nicht morgen. Niemals. – Aus dem Wahlprogramm der Wahlsiegerpartei Demokraatit

Niederlande durchkreuzen EU-Rüstungsplan:

Der niederländische Regierungschef Dick Schoof hat seine Koalition nicht im Griff. Das Parlament in Den Haag hat den europäischen 800-Milliarden-Rüstungsplan mit 73:71 Stimmen knapp abgelehnt. Den hatte der Parteilose erst vorige Woche beim EU-Gipfeltreffen durchgewunken. Drei der vier Koalitionsparteien stimmten gegen das Projekt zur Abwehr Russlands, weil es EU-Gemeinschaftsschulden (Eurobonds) einplant.
Die tonangebende radikal Rechtspartei PVV des Populisten Geert Wilders fordert nun, Schoof müsse in Brüssel seine Zustimmung zurückziehen. Ob die mühsam gezimmerte und dringliche EU-Vereinbarung aufgeschnürt werden muss, ist offen. focus.de
Türkei wieder en vogue:

Die USA könnten sich aus der Verteidigung Europas zurückziehen. Diese Sorge macht die seit Längerem kritisch beäugte Türkei für die Europäische Union wieder attraktiver. Hintergrund ist laut Beobachtern, dass die europäischen Länder neue Verbündete und Strategien suchen müssen, um amerikanische Sicherheits- und Verteidigungskompetenzen auszugleichen.
Unter Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich die Türkei zu einem bedeutenden Akteur der globalen Rüstungsindustrie entwickelt. Im Angebot: Drohnen über gepanzerte Fahrzeuge bis hin zu Raketensystemen und Fregatten. Zudem unterhält die Türkei die zweitgrößte Armee der NATO. Deren Generalsekretär Mark Rutte drängt dazu, sich der Türkei anzunähern, um Kooperationen zu vertiefen.
Gestern kamen überraschend neue Töne aus Ankara. Die Türkei wolle Frieden in der Ukraine unterstützen – und sich Europa nähern, hieß es aus dem türkischen Verteidigungsministerium. Man habe schließlich gemeinsame Interessen: Terrorismusbekämpfung oder Migration. Von einer “Friedensallianz” ist plötzlich die Rede… merkur.de focus.de

Unruhige Zeiten in Rumänien:

Das oberste Gericht in Bukarest hat den Beschluss der rumänischen Wahlkommission bestätigt, die Kandidatur des pro-russischen Präsidentschaftsbewerbers Călin Georgescu abzulehnen. Damit hat der aussichtsreiche Ultrarechte keine Chance mehr, anzutreten. Es werden wie schon in vorigen Tagen massive Proteste und Krawalle erwartet. Der 62-Jährige Georgescu soll seinen auf SocialMedia zugeschnittenen Wahlkampf mit ausländischen Mitteln bestreiten.
Kürzlich hat die rumänische Justiz acht Personen festgenommen. Darunter waren zwei Kreml-Diplomaten. Sie sollen eine „militärähnliche Struktur“ zu Gunsten Russlands aufgebaut haben. Rumäniens Rechtsextreme, die in Umfragen führen, werden wohl einen Ersatzkandidaten für die Wahl am 25. Mai aufstellen. US-Multimilliardär Elon Musk trommelt inzwischen offen für die Ultras in dem EU- und NATO-Land. derstandard.at dw.com/de/
Noch nie hatten rechtsextreme, antiwestliche und prorussische Kräfte in Rumänien so viel Zulauf wie derzeit, nie schien die rumänische Gesellschaft so desillusioniert wie zurzeit. – Südosteuropa-Korrespondent Keno Verseck zieht ein düsteres Fazit
Sensationsprozess gegen Ex-Präsidenten:

Die Niederlande werden demnächst zum Schauplatz eines der spektakulärsten Strafprozesse vergangener Jahre. In Den Haag sitzt der einstige Präsident der Philippinen, Rodrigo Dutertes, im Gefängnis des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) ein. Sein Heimatland hatte den 79-Jährigen vor zwei Tagen wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgeliefert.
Dutertes brutal geführter Kampf gegen Drogenkriminalität in dem südostasiatischen Land soll rund 6.200 Menschen unter oft nicht rechtsstaatlichen Prinzipien das Leben gekostet haben. Er regierte die Philippinen von Juni 2016 bis Juni 2022. Der IStGH wird von 125 Vertragsstaaten unterstützt, darunter alle Länder der Europäischen Union. freiheit.org

Europa USA Handel Woche 2025/11
Europa USA Handel Woche 2025/11
EU setzt auf Indien:
Die Europäische Union und das weltgrößte Land Indien haben eine neue Verhandlungsrunde zur Bildung einer Freihandelszone begonnen. Ziel ist es, bis Jahresende „zu Potte“ zu kommen. Für die EU ist eine Einigung aktuell im Rahmen von mehr europäischer Autonomie gegenüber den USA interessant.
Der schwierigste Verahndlungspunkt ist die Landwirtschaft. Diese Branche umfasst 16 % der indischen Wirtschaftskraft (EU: 1,3 %). Sie beschäftigt 44 % der arbeitenden Bevölkerung. Die daraus resultierenden indischen Schutzzölle (bis zu 150 %) passen nicht in das europäische Konzept freier Märkte. Zudem hat Indien Vorbehalte gegenüber den Umweltvorschriften der EU, weil sie den Zugang seiner Produkte zum EU-Markt erschweren. euractiv.de
Gefahr im Roten Meer:
Die Huthi-Terroristen im Jemen wollen wieder “jedes israelische Schiff” im Roten Meer beschießen. Damit bleibt die Sicherheitslage für die europäische Schifffahrt auf der Kurzroute von und nach Asien bedrohlich. Auch israelisch besessene und beflaggte Schiffe sind betroffen – dies ist eine weite Definition. Vermutlich werden Reedereien wohl noch länger den langen Umweg rund um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung nehmen müssen. Das ist teuer. lloydslist.com

EU promotet Pillenproduktion:
Die EU-Kommission will die Arzneienherstellung in Europa erhöhen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Importen, insbesondere aus Asien, zu verringern und die Versorgungssicherheit zu stärken. Derzeit stammen 80 bis 90 Prozent der Medikamente in Europa aus Asien, vor allem aus China.
Hintergrund sind Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, die Schwächen in den globalen Lieferketten offenlegten. Geplant sind Investitionen in die heimische Pharmaindustrie, Förderungen für Forschung und Entwicklung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen EU-Staaten. Der Vorschlag soll in Kürze detailliert vorgestellt werden. stern.de

17 Billionen
Das ist das Bruttoinlandsprodukt (also die Wirtschaftskraft) der EU in Euro. Die Zahl weist die Europäische Union als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aus. 17 Billionen sind soviel, dass man mit diesem Betrag jeden EU-Bürger theoretisch über 37.000 Euro reicher machen könnte – theoretisch!

Italienischer Herzlos-Vorschlag …

Vorschlag für Kussverbot in Cava de’ Tirreni (Salerno): Lokalpolitiker Alfonso Senatore forderte für öffentliche Liebesbekundungen eine Strafe von 500 Euro. Zärtlichkeiten seien im historischen Stadtzentrum unangebracht… bild.de
Europa USA Handel Woche 2025/11
Europa USA Handel Woche 2025/11
☕ Du kannst meine journalistische Arbeit unterstützen. Kaufe mir eine Tasse mit heißem Wasser und pulverisierte braune Bohnen: Hier klicken: https://buymeacoffee.com/european.expert
Was denkst DU: Ist Europa trotz der vielen Konflikte auf einem guten Weg? Was stört dich und was liebst du? Schreibe gerne unten in die Kommentare: ⤵️
Entdecke mehr von http://www.european.expert
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E‑Mail zu erhalten.
