Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Zusam­men­ge­fasste Nachrich­ten­auswahl ⤵️.

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13

Europa Themen
  • GRØNLAND: Eisbären gegen Adler – Arktis­insel vertreibt Trump-Vize Vance. Scrolle⤵️.
  • TÜRKEI: Erdoğan klammert an der Macht – Europa schaut zu. Mehr ⤵️.
  • EUROPA: Wohnung verzweifelt gesucht – Baukrise von Nord bis Süd. Details: Unten ⤵️.

💬 Das alles und noch viel mehr von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13

Europa Politik

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13

USA im Handelskrieg:

Der von Donald Trump angezet­telte Handels­krieg gegen die EU und andere Teile der Welt hat spürbare Folgen ausgelöst (WTO-News siehe oben). Zuletzt hatte der US-Präsident 25 Prozent Zoll auf alle Auto-Importe angekündigt. Die Werte europäi­scher Fahrzeug­her­steller sind innerhalb von Stunden um Milli­arden Euro in den Keller gegangen. Dazu gehören Mercedes-Benz, BMW, Porsche und Volkswagen. 

welt.de/wirtschaft thetimes.com/business x.com/i/status (ARTE-Video)

Grönland schlägt USA:

Die umstrittene „Privat­reise“ des US-Vizeprä­si­den­ten­paares Usha und JD Vance ins abgelegene Grönland hat eine überra­schende Wende genommen. Nach heftigen Protesten von Einhei­mi­schen stellten sich auch Politiker aus dem Mutterland Dänemark gegen den Besuch. Der Stell­ver­treter Donald Trumps hat alle sozialen und kultu­rellen Begeg­nungen auf der weltgrößten Insel abgesagt. Er wird nur noch zur US-Luftwaf­fen­basis Pituffik fliegen.

Hinter­grund ist Trumps Drohung, das halbau­tonome rohstoff­reiche Gebiet aufkaufen und notfalls militä­risch besetzen zu wollen. Das befür­wortet keine der fünf grönlän­di­schen Parteien. In der Haupt­stadt Nuuk und in Kopen­hagen war der Besuch als „unange­mes­sener Druck“ und „Aggression“ scharf kriti­siert worden. Niemand wollte Vance empfangen. Mit der Absage umgehen die USA das diplo­ma­tische Tabu, offizielle Vertreter unein­ge­laden in ein fremdes Land zu schicken. european.expert taz.de/J‑D-Vance 

Eisbär verjagt Trump, Video (bitte aufs Bild klicken)

Ich sage es nur ungern so, aber wir werden es haben müssen. – US-Präsident Donald Trump hört nicht auf… t‑online.de/trump-bekraeftigt

EU wird Vorsorgeunion:

Europa bereitet sich wegen der zahlreichen Krisen­si­tua­tionen wie Natur­ka­ta­strophen, Energie­pro­blemen oder geopo­li­ti­schen Spannungen gezielt auf mehr Katastro­phen­schutz vor. So übernimmt die EU-Kommission über das Emergency Response Coördi­nation Centre (ERCC) zentrale Maßnahmen, um die 27 Mitglieds­staaten zu unter­stützen. Das gilt bei Notlagen wie Waldbränden, Überschwem­mungen oder Stromausfällen. 

Dazu hat die EU strate­gische Reserven angelegt, etwa Strom­ge­ne­ra­toren. Die „RescEU“-Initiative stellt Ressourcen wie Lösch­flug­zeuge und medizi­nische Ausrüstung bereit. Ziel sei es, die Resilienz der europäi­schen Nationen zu stärken und grenz­über­schrei­tende Hilfe effizient zu organi­sieren, heißt es in Brüssel. Die Bevöl­kerung werde ermutigt, sich aktiv an Vorbeu­gungs- und Vorbe­rei­tungs­maß­nahmen zu betei­ligen. stuttgarter-nachrichten.de consilium.europa.eu 

Widerstand gegen Erdoğan:

Die politische Krise in der Türkei hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Dies geschah durch die Absetzung und Verhaftung des aussichts­reichen Konkur­renten für Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Ekrem İmamoğlu, der Bürger­meister von Istanbul, wurde gestern per landes­weitem Mitglie­der­ent­scheid der sozial­de­mo­kra­ti­schen Partei CHP zum Präsi­dent­schafts­kan­di­daten nominiert. Die Justiz wollte das konter­ka­rieren, indem sie den populären Politiker aus dem Verkehr zog und mit Korrup­tions- und Terro­ris­mus­vor­würfen konfrontierte. 

In der Türkei kam es zu massiven Protesten vor allem in den Millio­nen­städten Istanbul und Ankara. Die Polizei reagierte mit einem Großauf­gebot und nahm Hunderte Menschen fest. Die Proteste desta­bi­li­sieren das Land sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Sie gelten als eine der größten Heraus­for­de­rungen für Erdoğans Regierung seit Jahren. derstandard.at/story

Mit der vorläu­figen Ausschaltung von Erdoğans größtem Rivalen kippt das Land von einer Autokratie in die Diktatur. – WELT-Korre­spondent Deniz Yücel sieht schwarz für sein Heimatland welt.de/debatte 

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Schnatternde Boygroup:

Kaum zu glauben – aber wahr: Höchste Politiker der US-Regierung haben sich in einer geheim geglaubten Chat-Gruppe abfällig über uns Europäer geäußert. Das kam heraus, weil die insgesamt 18 Mitglieder verse­hentlich einen Journa­listen in den erlauchten Kreis einge­bunden hatten. Dazu gehörten Außen­mi­nister Marco Rubio, Stabs­chefin Susie Wiles und US-Sicher­heits­be­rater Michael Waltz.

Laut den veröf­fent­lichten Chat-Protkollen haben US-Vizeprä­sident JD Vance und Vertei­di­gungs­mi­nister Pete Hegseth die Europäer als „jämmerlich“ und “Schnorrer” bezeichnet. Sie zeigten mangelnde Bereit­schaft, mehr Inter­na­tionale Verant­wortung zu übernehmen. Die Kommentare ähnelten dem Stil einer puber­tie­renden Boygroup. Sie bezogen sich auf US-Angriffe auf Stellungen der Huthi-Terro­risten im Jemen. Diese Terro­risten schießen Raketen auf Handels­schiffe. n‑tv.de/politik 

US-Kampfjets, nein danke?

Immer mehr NATO-Staaten prüfen offen oder hinter vorge­hal­tener Hand, ob sie Abstand von Militär­gütern aus den USA nehmen sollen. Grund: die zweifelhaft erschei­nende Bündnis­treue des tonan­ge­benden Staates. So erwägt Kanada einen Liefer­vertrag über 88 Lockheed-Kampfjets im Wert von 19 Milli­arden kanadi­schen Dollar zu überdenken. Möglichkeit: europäische Modelle. 

Auch Portugal, das ameri­ka­nische F‑35-Fighter als Nachfolger alternder F‑16-Flieger kaufen wollte, denkt in neue Richtungen. Bei der Bundeswehr nehmen Experten ebenfalls bestellte F‑35 in den Storno­blick. Sie prüfen, die Ausmus­terung der ältlichen Tornado-Flotte anders zu wuppen. In Frage kommen franzö­sische Jets von Dassault oder der schwe­dische Typ Gripen von Saab, das zudem fliegende Radars baut. Selbst die neutrale Schweiz guckt seit dem Trump-Amtsan­tritt wie Argus auf US-Rüstung. fr.de/wirtschaft/kampfjets defence-ua.com flugrevue.de/militaer twitter.com/Saab (Video) 

Europa Wirtschaft

Angriff aufs Private?

Die Einführung neuer KI-Assis­tenten auf Platt­formen des US-Konzerns Meta (Facebook / Instagram / WhatsApp) in 41 europäi­schen Ländern wird von Experten kritisch gesehen. Sie sehen dies als massiver Eingriff in die Privat­sphäre. Die Anwen­dungen ermög­lichen KI-basierte Chats, Antworten auf Fragen und Bearbeitung von Bildern. 

Das Problem: Die Daten werden mit Meta geteilt. Besonders kontrovers ist die Beta-Funktion „Voice First“ in WhatsApp (Version 2.25.7.16). Sobald sie aktiviert ist, hört sie durch­gehend mit. Die Sprach­daten werden in der Cloud verar­beitet. Zugang hat außer Meta auch die US-Regierung.

Weiteres Problem: Die KI lässt sich nicht ausschalten und Gespräche werden gespei­chert. In einem Fachar­tikel wird als WhatsApp-Ersatz unter anderem Signal empfohlen. Ob die EU-Kommission das regulieren wird, ist noch nicht bekannt. netzpolitik.org 

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Schwarzmeerschifffahrtsscharade:

Das noch gestern als großer Erfolg für die europäische Schiff­fahrt gefeierte Schwarzmeer-Abkommen steht schon wieder auf der Kippe. Russland verknüpft plötzlich seine Zustimmung an die Aufhebung westlicher Sanktionen, etwa den Swift-Zugang für seine Banken. Experten warnen: Der ameri­ka­nisch vermit­telte Angriffstopp auf russische und ukrai­nische Schiffe könnte ein „großer Gewinn“ für Moskau sein. Russland müsse wenig Zugeständ­nisse machen, könne aber große Vorteile ziehen.

Nach Ansicht von Beobachtern spielt Russland zudem auf Zeit. Zunächst wurde erwartet, dass der weltweit bedeutsame Getrei­de­handel vom Schwarzen Meer übers Mittelmeer wieder einen Boost bekommen könnte. Auch der Dünge­mit­tel­handel könnte davon profi­tieren. Der Handel ist durch Russlands Angriffs­krieg seit drei Jahren stark einge­schränkt. Bomben, Drohnen und Raketen auf ukrai­nische Häfen wie Odessa sind die Ursachen. tagesspiegel.de nau.ch/news/europa 

Bodenständigkeit:

Andøya Spaceport, Norwegen: Erste einsatz­be­reite Orbital­start­anlage in Kontinentaleuropa

Der erste Start einer orbitalen Träger­rakete in Konti­nen­tal­europa ist am gestrigen Mittag gescheitert. Zu viel Wind verei­telte den Lift-off des deutschen Raumfahrt-Start-ups Isar Aerospace. Die Rakete musste im norwe­gi­schen Andøya Spaceport am Boden bleiben. Zu diesem Zeitpunkt war die Spectrum-Rakete bereits aufge­tankt und startklar. 

Das 28 Meter lange und zwei Meter breite Geschoss sollte heute (27. März 2025) erneut zum Testflug Richtung Orbit abfliegen. Das Start-up-Unter­nehmen Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München will bis zu 40 solcher Raketen pro Jahr starten. Sie sollen Satel­liten in die Erdum­laufbahn bringen. Gegründet wurde das Unter­nehmen im Februar 2018 von den Raumfahrt­in­ge­nieuren Daniel Metzler, Markus Brandl und Josef Peter Fleischmann. rnd.de/wissen isaraerospace.com 

Wohnung verzweifelt gesucht:

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa mangelt es an genügend erschwing­lichen vier Wänden. Laut Angaben des EU-Statis­tik­amtes Eurostat ist die Lage besonders in Großstädten so prekär. Diese Situation ist zu einem der größten sozialen und wirtschaft­lichen Probleme des Konti­nents geworden. Überall steigen die Kauf- und Mietpreise übermäßig. Sie werden für junge Leute zu einer untrag­baren Belastung. Auch viele Familien sind stark betroffen.

Jeder zehnte Haushalt in den EU-Großstädten gibt mehr als 40 % des Einkommens für die Miete aus. Die Wohnkosten sind innerhalb fast eines Jahrzehnts um 48 % gestiegen. 

Ungarn führt die Rangliste mit einem Anstieg von 173 % an, während Finnland kaum 5 % verzeichnet. Zur Bewäl­tigung der Krise hat die EU erstmals einen Kommissar für das Ressort Wohnungs­wesen einge­setzt. Hinter­grund: euronews.com europarl.europa.eu

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13

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Europa Zahl der Woche

−58,1 °C

Das ist die tiefste jemals gemessene Tempe­ratur Europas! Sie wurde am 31. Dezember 1978 in dem 27-Einwohner-Dorf Ust-Schtschuger, Ostrussland, regis­triert. Diese extreme Kälte ist typisch für die subark­ti­schen Regionen Russlands.

Europa USA 2025/09

Kennst Du schon Baarle?

Das Besondere am Dorf Baarle ist, dass es an der Grenze zwischen Belgien und den Nieder­landen mit insgesamt 30 Enklaven durch­setzt ist. Das sind Gebiete, die entweder von NL-Terri­torium umgeben sind oder Gebiete inmitten von Belgien. Die Staats­grenze geht durch Straßen, Gärten und sogar Häuser. Das ist ein weltweit einzig­ar­tiges Phänomen. wikipedia.org

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