Bayerns Bonsai-Ballistiker

Kommentar von Wolf Achim Wiegand

Raumfahrt-Hague und xx
NASA

Hamburg / Baikonur / München (waw) – Die Notlandung zweier Raumfahrer heute morgen in Kasachstan sollte für den bayeri­schen Möchtegern-Raumfahrer Markus Söder und seine CSU (Christlich-Soziale Union) ein Warnsignal dafür sein, wie schwierig die milli­ar­den­teure Eroberung des Weltalls ist!

Die Sojus-Kapsel der beiden Männer musste nach dem Start wegen techni­scher Probleme der Antriebs­ra­keten (26 Millionen PS) abgesprengt und in eine Notlandung gesteuert werden. US-Astronaut Nick Hague und der russische Kosmonaut Alexey Owtschinin sind aber wohlauf, meldete die NASA schon kurz danach. Bergungs­teams haben die Havarierten nach der Notlandung bei der Stadt Dsche­s­kasgan aufgespürt.

CSU-Söder-Raumfahrer
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Söder hatte kürzlich ein Weltraum­pro­gramm “Bavaria One“ vorge­stellt – mit seinem Konterfei als Logo. Er kündigte u.a. Inves­ti­tionen von 700 Millionen Euro an. Die ISS allein hat indessen bereits mehr als einhundert Milli­arden Euro verschlungen.

Der bayerische Minis­ter­prä­sident ist nur ein Bonsai-Ballis­tiker. Er täte gut daran, sich – wenn es denn sein soll – mit seinem Bundesland in die Europäische Raumfahrt­be­hörde ESA – European Space Agency einzu­bringen. Ein regio­na­lis­tisch motivierter bayri­scher Solo-Spacewalk ist größen­wahn­sinnig und viele, viele, viele Nummern zu groß!

Fehlte nur noch, Söder wollte sich selbst zum Mond schießen. Damit muss man wohl rechnen…

(Fotos: Twitter / NASA)


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