Europa ESC Eurovision Popmusik: Das tten? – Dazu habe ich eine Meinung.
Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Europa ESC Eurovision Popmusik
Von Wolf Achim Wiegand (Bilder: KI)
Moin, liebe Mitmenschen in Europa,
am kommenden Sonnabend ist es wieder so weit: Bis zu 180 Millionen Menschen weltweit schalten wie jedes Jahr das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) auf dem Fernseher ein. Die Musik-Show gilt als eines der größten erdumspannenden TV-Ereignisse überhaupt – das bedeutendste Musikfestival ist es zweifellos.
Doch dieses Jahr ist es am Veranstaltungsort Wien anders, als sonst. Obwohl der ESC2026 in seiner 70. Ausgabe wie immer ein poppiger, bunter, fröhlicher und auch bisschen selbstironischer Wettbewerb sein soll, muss der Gastgeber Österreich enormen Aufwand treiben, damit nichts aus dem Ruder gerät. Denn das leichte Symbol für grenzüberschreitende Verständigung, das der ESC einst war, ist von außen bedroht: Durch Hass, Boykott und Gewalt.
Politiker und Aktivisten der terrorversumpften “Palästina-Solidarität” versuchen schon seit Jahren gottlob erfolglos, den viermaligen Gewinner Israel aus dem Turnier zu drängen. Damit beenden sie den stillschweigenden Konsens für Vielfalt. Und sie zerstören die leise Hoffnung, dass Musik Brücken baut, wo Politik Mauern errichtet.
Bespiellose Hass-Kampagne
Der hehre Anspruch ist rund um das Finale am 16. Mai brüchig geworden. Israels Vertreter Noam Bettan (“Michelle”) und sein Team sind einer beispiellosen Anti-Kampagne ausgesetzt, die eine neue Qualität erreicht – laut, kompromisslos, pauschal und grausam. Wien muss schon seit Wochen extreme Schutzmaßnahmen ergreifen, um kein Ausufern von Protesten gegen den ESC, Israel und Bettan zuzulassen.
Einheiten der Polizei-Spezialeinheit Cobra haben die Wiener Stadthalle zur Hochsicherheitszone gemacht – mit Hilfe des FBI. Sie kalkulieren Anschläge und politische Gewaltaktionen ein. Bettan wird seit seiner Ankunft scharf bewacht. Mehrere Länder boykottieren den ESC2026 sogar – wegen angeblicher Verbrechen israelischer Militärs im Abwehrkampf gegen arabische Terroristen.
Klar, Kritik an Regierungen, auch an der in Israel, ist legitim, notwendig sogar. Aber was sich hier beim ESC entlädt, das richtet sich längst nicht mehr nur gegen Politik. Es zielt gegen Menschen, gegen Künstler, gegen die Idee des Wettbewerbs selbst. Wer einen Sänger auf der Bühne zum Stellvertreter geopolitischer Konflikte macht, verlässt den Raum des Diskurses und betritt den der moralischen Selbstgerechtigkeit.
Europa ESC Eurovision Popmusik
Moral, die eskaliert
Besonders irritierend ist dabei die Haltung jener Länder, die sich demonstrativ gegen den Mehrheitsbeschluss der Veranstalter von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) stellen. Sechs Sender ächten den Willen von 62 anderen aktiven Mitglieder, allesamt öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, aus 50 anderen Ländern in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten.
Der ESC-Boykott reklamiert moralische Klarheit für sich – und trägt zur Eskalation bei. Denn Unversöhnlichkeit, die sich selbst als Tugend inszeniert, ist selten ein Weg zur Deeskalation. Sie verhärtet Fronten, wo Dialog nötig wäre. Und sie nimmt Musik in Geiselhaft für eines der unlösbarsten Probleme dieser Welt – die Gewaltspirale im Nahen Osten, wo legitime Rechte einer der weltweit innovativsten Nationen komplett in Frage gestellt werden. Islamistische Mittelalter-Ideologien verpesten jeden Gedanken an Frieden.
Das Schlimme ist: Die bösartige, krawallige und gewaltsame Pali-Blase hat ihre Krankenarme inzwischen weit in die christlich-jüdische Kultur hinein geschlungen. Ob in Universitäten, auf der Straße oder bei Kulturveranstaltungen – überall setzen diese Aktivisten auf Disruption, Schocks und Schauder. Meistens gesichtslos und feige verhüllt in Kufiya-Tücher.
Ohne Spielregeln kein Miteinander
Der ESC lebt von Vielfalt, kann auch Widerspruch vertragen. Aber er kann nur funktionieren, wenn die gemeinsame Spielregel akzeptiert wird: dass auf dieser Bühne nicht Staaten, Regierungen oder Politiker gegeneinander antreten, sondern Stimmen friedlich miteinander wetteifern. Wer das verweigert, beschädigt nicht nur den Wettbewerb, sondern auch die Idee, dass Kultur ein Ort sein kann, an dem Konflikte nicht eskalieren, sondern zumindest für einen Moment ruhen.
Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Nicht der Wettbewerb hat sich politisiert – er wird politisiert. Und zwar von denen, die ihn zugleich dafür verurteilen. Und ein Ort, der verbinden soll, wird zum Schauplatz von Spaltung.
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