Europa Bürokratie: “Im Blick­punkt – Wiegand wills wissen” – Kolumne für FORUM – Das Wochen­ma­gazin. Heute: Europa stellt sich im Bürokra­ten­dschungel selbst ein Bein – zu viele rankende Vorschrif­ten­wurzeln bringen es ins Stolpern… Dazu habe ich eine Meinung. 

Europa Bürokratie

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Von Wolf Achim Wiegand

Europa Bürokratie

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Moin, liebe Mitmen­schen in Europa,

Europa strebt globale Souve­rä­nität an, doch es scheitert an seiner eigenen Bürokratie. Innova­toren und Start-ups kämpfen mit 27 Regel­werken, Sprach­bar­rieren und behörd­lichen Hürden. Ob KI, Biotech­no­logie, Raumfahrt oder grüne Energie: Während die USA und China mit einheit­lichen Märkten skalieren, bleibt Europa vielfach im natio­nalen Klein-Klein. Europa verheddert sich häufig in klein­tei­ligen natio­nalen Angelegenheiten.

Ein Start-up in Berlin, das in die Nieder­lande expan­diert, ertrinkt in Formu­laren. Ein Medizin­tech­nik­un­ter­nehmen, das in Frank­reich zerti­fi­ziert, beginnt in Polen oft von vorne. Dies ist ein Existenz­risiko für Europas Wettbewerbsfähigkeit.

Eine bürokra­tische Revolution ist überfällig. Einheit­liche Geneh­mi­gungs­ver­fahren, zentrale Anlauf­stellen und gegen­seitige Anerkennung von Standards. Das ginge mit einer EU-Agentur für Innova­tionen. Vorbild: Die Europäische Arznei­mittel-Agentur (EMA), die Medika­men­ten­zu­las­sungen EU-weit koordi­niert. Auch die Europäische Chemi­ka­li­en­agentur (ECHA) zeigt, wie harmo­ni­sierte Regeln den Binnen­markt stärken.

Es geht darum, Prozesse zu bündeln, zu digita­li­sieren und Sprach­bar­rieren abbauen. Der Grundsatz muss lauten: Einmal zugelassen, überall gültig.

Die Politik muss handeln:

Ein „Bürokra­tie­abbau-Akt“ sollte Geneh­mi­gungs­fristen halbieren und nationale Vorschriften verein­heit­lichen. Mitglied­staaten müssen Sonderwege aufgeben. Die Europäische Weltraum­agentur (ESA) beweist, was Zusam­men­arbeit leistet – dieses Modell braucht Europa auch in anderen Sektoren. 

Denn während China und die USA Innova­tionen fördern, droht Europa, Talente zu verlieren. Entfesseln wir den Binnen­markt – jetzt!

Eine Kolumne von Wolf Achim Wiegand, freier Journalist mit EU-Spezialisierung

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