Europa Geheim­dienste Prognosen: Eine Wiedergabe der Voraus­sagen globaler Sicher­heits­experten für 2026 – die Quellen sind öffentlich verfügbare Links, Analysen und Aussagen von Aufklä­rungs­chefs und Abwehr­fach­leuten. – Dazu habe ich eine Meinung.

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

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Europa Geheim­dienste Prognosen

Von Wolf Achim Wiegand

Hamburg / Brüssel (waw) – Die Welt steuert auf ein gefähr­liches Zwischen­stadium zu: Es herrscht nicht mehr Frieden, aber auch noch kein offener Krieg. So beschrieb es MI6-Chefin Sir Alex Younger bei einer öffent­lichen Rede in London – ein Satz, der in westlichen Sicher­heits­kreisen als Warnsignal gilt: 

Wir bewegen uns in einer Grauzone zwischen Frieden und Krieg.

Das sagte die britische Geheim­dienst-Chefin. Sie verwies dabei ausdrücklich auf Russland. Der Kreml versuche, Insta­bi­lität und Unsicherheit gezielt nach Europa zu tragen.

Nach Einschätzung westlicher Geheim­dienste wird 2026 ein Schlüs­seljahr. Nicht, weil Panzer­ko­lonnen über Grenzen rollen müssen – sondern weil Konflikte zunehmend unsichtbar geführt werden. Cyber­an­griffe, digitale Sabotage, Desin­for­mation und künst­liche Intel­ligenz entwi­ckeln sich zur neuen Frontlinie. 

Die nächste große Eskalation muss nicht militä­risch sein.

So warnte Europol-Direk­torin Catherine De Bolle bei der Vorstellung des EU-Lagebilds zur organi­sierten Krimi­na­lität. Die Eskalation könne digital erfolgen – “schnell, anonym und mit enormem Schaden.“

Deepfakes als Waffe

Vor allem der Einsatz von künst­licher Intel­ligenz bereitet Sicher­heits­be­hörden Sorgen. Große Techno­logie- und Sicher­heits­firmen wie Microsoft, Palo Alto Networks oder CrowdStrike warnen in ihren öffentlich zugäng­lichen Jahres­be­richten vor KI-gestützten Angriffen. Es geht um täuschend echte Deepfake-Videos, automa­ti­sierte Betrugs­anrufe, perfekt formu­lierte Phishing-Mails. 

Europa Geheimdienste Prognosen

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Wir erleben eine Indus­tria­li­sierung von Cyberkriminalität.

Microsoft-Präsident Brad Smith sagte auf einer Sicher­heits­kon­ferenz in Washington weiter, KI senke die Einstiegs­hürden drama­tisch – auch für staat­liche Akteure.

Besonders brisant: Immer häufiger agieren krimi­nelle Gruppen als verlän­gerter Arm von Staaten. Europäische Sicher­heits­be­hörden gehen davon aus, dass Russland und China gezielt Hacker-Netzwerke, Cyber­kri­mi­nelle und Desin­for­ma­ti­ons­ak­teure nutzen, um politische Ziele zu verfolgen. Und das mit maximaler Abstreit­barkeit. Als warnendes Beispiel dafür gilt ein Angriff auf eine dänische Wasser­auf­be­rei­tungs­anlage, den Sicher­heits­kreise russi­schen Akteuren zuschreiben. Der Fall zeigt, wie verwundbar Europas Infra­struktur ist.

Ressourcen für den Machtkampf

Trotz aller digitalen Gefahren rückt auch das klassische Kriegs­sze­nario wieder näher. In internen NATO-Analysen, über die mehrere europäische Medien berichten, wird ein möglicher russi­scher Angriff auf Bündnis­gebiet nicht mehr grund­sätzlich ausge­schlossen. Der frühere NATO-General­se­kretär Jens Stoltenberg sagte bei einer Veran­staltung in Oslo: 

Abschre­ckung funktio­niert nur, wenn wir bereit sind. Und Vorbe­reitung heißt, Risiken realis­tisch zu benennen.

Einige Militär­ana­lysten halten Krieg 2026 zwar nicht für wahrscheinlich, aber auch nicht mehr für undenkbar.

Der Ukraine-Krieg spielt dabei eine zentrale Rolle. Ukrai­nische Geheim­dienst­ver­treter erklärten in Inter­views, Russland wolle den Konflikt spätestens bis 2026 strate­gisch entscheiden. Ziel ist es, Ressourcen für den globalen Macht­kampf mit den USA und China freizu­machen. Ein hochran­giger ukrai­ni­scher Offizier sagte anonym:

Moskau weiß, dass Zeit nicht unbegrenzt auf seiner Seite ist.

Auch im Nahen Osten bleibt die Lage explosiv. Israel, Iran und ihre jewei­ligen Verbün­deten setzen zunehmend auf verdeckte Opera­tionen, Cyber­an­griffe und Stell­ver­tre­ter­gruppen. So werden offene Kriege vermieden – doch die Eskala­ti­ons­schwelle sinkt.

Unterm Strich entsteht eine neue Realität: Sicherheit wird digital, unsichtbar und schwer greifbar. Die eigent­liche Gefahr liegt weniger im lauten Knall. Sie liegt im schlei­chenden Vertrau­ens­verlust. Dies zeigt sich in manipu­lierten Videos, sabotierten Netzen und gezielten Lügen­kam­pagnen. Oder, wie es der frühere CIA-Direktor David Petraeus bei einem Sicher­heits­forum formulierte: 

Der nächste Krieg beginnt nicht mit einem Schuss – sondern mit einem Klick.


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