Popmusik Antise­mi­tismus Skandale: Die Popmusik wird – mal wieder – von Antise­mi­tismus-Skandalen erschüttert…

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Von Wolf Achim Wiegand

Popmusik Antise­mi­tismus Skandale

Popmusik Antise­mi­tismus Skandale

Moin, liebe Mitmen­schen in Europa,

Antise­mi­tische Giftsound-Mixer haben in mehreren Ländern Europas den Abbruch von Popkon­zerten und Tourneen provo­ziert. So mussten allein im Frühjahr 2024 in Frank­reich und Deutschland mindestens sechs Shows paläs­ti­nen­si­scher oder propa­läs­ti­nen­si­scher Rapper abgesagt werden – teils aus Angst vor Gewalt, teils wegen offener Hetze gegen Juden (Le Monde). Die diesjährige Bilanz dürfte weit drasti­scher ausfallen. 

Unver­hüllte Mordaufrufe von der Bühne und beklatschte Gewalt­fan­tasien zeigen: Popkultur ist nicht immer harmloser Ringel­reihen – Festivals und Konzerte sind kein hassfreier Raum. Sie waren es nie. 

Doch: Was wir gerade erleben, ist neuer Brandsatz. Laut dem aktuellen Antise­mi­tis­mus­be­richt des EU-Parla­ments haben antise­mi­tische Inhalte in sozialen Netzwerken nach dem anti-israe­li­schen Massaker vom 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen um 320 % zugenommen – oft rhyth­misch untermalt, gebrüllt oder gerappt, in Insta-Stories millio­nenfach geteilt.

Antise­mi­tismus ist in den Mainstream einge­si­ckert – cool verpackt, stylisch produ­ziert. Israel­kri­tische Worthülsen mutieren dabei immer öfter zur offenen Hetze. Der Antise­mi­tismus-Beauf­tragte der Bundes­re­gierung, Felix Klein, hat dieser Tage zu Recht die Absage von Konzerten der briti­schen Band “Bob Vylan” gefordert. Er wurde erhört (siehe X‑Post oben).

Die inter­nationale Musik­szene ist ein anti­semitisches shithole. – Kolja Podkowik von “Antilo­pengang” in Jungle World

Unbeschwerter Pop – nahezu unmöglich

Künstler wie Macklemore bieten sich einem radika­li­sierten Publikum an. In Berlin rief der US-ameri­ka­nische Rapper Anfang Mai 2024 auf der Bühne „Free Palestine“. Daraufhin folgten Sprech­chöre „Intifada!“ – ein Begriff, der kein Friedensruf mehr ist, sondern in diesem Kontext als „Freibrief für die Verachtung jüdischen Lebens“ verstanden wird. So merkt es die israe­lische Journa­listin Emily Schrader in der Jerusalem Post an.

Wer wider­spricht, wird nieder­ge­brüllt – als vermeint­licher Teil eines „zionis­ti­schen Systems“. Der Video­aus­schnitt dokumen­tiert diese Dynamik:

Popmusik Antise­mi­tismus Skandale

So verschwindet mitten im Beat, was Pop einst ausmachte: Offenheit – Diver­sität – Fusion.

Die Ausrede, Pop dürfe als Kunst alles, ist bequem. Sie blendet aus, dass Pop breit wirkt: Texte, Parolen, Symbolik – sie prägen Weltbilder. Laut einer reprä­sen­ta­tiven YouGov-Umfrage (2024) glaubt fast ein Drittel der unter 30-Jährigen in Europa, dass „Israel mehr Schaden als Nutzen für den Weltfrieden bringt“. Das ist ein Narrativ, das Pop-Ikonen bewusst oder unbewusst verstärken.

Dabei zeigen Analysen: Die politische Linke gewinnt ausge­rechnet durch diese Radika­lität in der Popkultur am Ende keinen echten Rückhalt bei Wahlen. Im Gegenteil – sondern entfremdet breite Wähler­gruppen, die den Hass ablehnen. Das hat gerade der Economist aufge­zeigt („Why the left gains nothing from pop stars’ support“)

Es geht etwas verloren

Ein weiteres Alarm­signal liefert laut WELT das Glastonbury-Festival: Dort zahlen „weiße Mittel­schichtskids“ bis zu 440 € Eintritt, nur um islamis­tische Parolen mitzu­brüllen – ein treffendes Menetekel für „Generation Todeskult“. Diese Entwicklung zeigt: Nicht nur antise­mi­tische, sondern auch antiwest­liche und gewalt­ver­herr­li­chende Botschaften werden heute im Pop gefeiert.

Popmusik-Antise­mi­tismus-Skandale verschaffen vielleicht kurzfristig Klicks und Aufmerk­samkeit, doch sie beschä­digen langfristig nicht nur das politische Lager, sondern vor allem unsere gesell­schaft­liche Debattenkultur.

Wenn Zehntau­sende eupho­risch Größen wie Roger Waters (der in Berlin einen naziähn­lichen Mantel trug und unappe­tit­liche Anne-Frank-Anspie­lungen machte)beklatschen, Eric Clapton (der verschwö­rungs­ideo­lo­gische Äußerungen verbreitet) feiern oder Dua Lipa anhimmeln, die auf Social-Media-Posts den Staat Israel der „Apartheid“ bezichtigt, verlieren wir mehr als eine Debatte. Wir verlieren junge Menschen, die glauben, sie seien moralisch safe, weil Hass gegen Juden legitimer „Wider­stand“ sei.

Künstler wie Bob Vylan oder Kneecap bauen darauf Karrieren auf – oft mit Songs, in denen antise­mi­tisch lesbare Chiffren wie „Zionist scum“ oder „globalist pigs“ auftauchen.

Pop war nie ein Unschuldslamm. Aber Teile von ihm wirken heute als Kataly­sator für alten Judenhass im neuen Gewand – es ist ein Skandal!

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