Vereinte Nationen Europa: Europa zahlt Milliarden in die Kasse der UN. Doch die politische Wirkung der EU in der Staatengemeinschaft ist kaum spürbar. Die Europäische Union und ihre 27 Mitglieder handeln eher national als europäisch. – Dazu habe ich eine Meinung.
Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Vereinte Nationen Europa
Moin, liebe Mitmenschen in Europa,
Ein schaler Nachgeschmack bleibt von der UN-Generalversammlung Ende September: Europa zahlt, doch zählt nicht. Milliarden – jährlich rund 30,4 % – fließen aus EU-Mitgliedsstaaten in den regulären UN-Haushalt nach New York. Einzelne EU-Staaten gehören zu den größten Beitragszahlern. Deutschland führt mit 5,7 % der gesamten UN-Beiträge, gefolgt von Frankreich mit 3,9 %, Italien mit 2,8 %.
Politisch bleibt die Union aber auffällig stumm.
Ein Beobachter nannte das New Yorker Treffen der 193 Regierungen eine „Tour-de-Farce“. Das ist treffend. Brüssel setzt keine Impulse, folgt vielmehr Launen seiner 27 Mitgliedstaaten. Ursula von der Leyen – ohnehin nur Beobachterin – wirkte wie ein Zaungast mit dicker Brieftasche. Führungsstärke? Fehlanzeige.

Das Grundproblem: Die EU vertritt keine gemeinsame Linie. Währenddessen suchen nationale Egomanen das Rampenlicht. Ihnen gilt Nationales, nicht Europäisches.
Sackgasse, Irrelevanz, ins Abseits gedrängt: So wird derzeit über die UNO diskutiert, und das ist eine Schande. – Ilana Bet-El, ehemalige UN-Beamtin, jetzt: strategische Beraterin, Autorin und Historikerin.
Beispiele: Macron, Starmer und Sánchez inszenierten die Anerkennung eines virtuellen Palästinas. Wirkung im Nahostkonflikt: null. Wirkung fürs heimische Image: maximal. Beifall: von jenen, die schon immer Israel-Bashing betreiben. Hauptsache Schlagzeilen. Klug, dass Friedrich Merz sich eine Schaufensterrede ersparte und den netten Herrn Wadephul vorschickte.

Einziger Europäer mit Substanz: Finnlands Präsident Alexander Stubb. Er forderte die Abschaffung des Vetorechts, mehr ständige Sitze für außereuropäische Länder und den Ausschluss von Charta-Brechern aus dem Sicherheitsrat. Endlich ein Vorschlag mit Pfiff – es war die ehrlichste, inspirierendste und visionärste Rede der Generalversammlung – doch auch die verhallte.
Fazit:
So bleibt Europa, was es längst geworden ist: ein schwerreicher Player, der fürs Dabeisein brav zahlt, aber am Spielfeldrand hockt. Wenn die Weltpolitik Geschichte schreibt, darf die EU höchstens das Protokoll führen – und ansonsten nur applaudieren.
Vereinte Nationen Europa
☕ Du kannst meine journalistische Arbeit unterstützen. Kaufe mir eine Tasse Kaffee. Hier klicken: https://buymeacoffee.com/european.expert
Was meinst DU – sollte Europa bei den UN stärker mit gemeinsamen Positionen auftreten? Jede Meinung und jeder Kommentar zählen – Feuer frei: Schreibe unten in die Kommentare: ⤵️
Entdecke mehr von http://www.european.expert
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E‑Mail zu erhalten.
