Von Wolf Achim Wiegand 

Hamburg (waw) – Über den Abwurf der weltweit ersten angewandten Atombombe durch die US Airforce auf die japanische Stadt Hiroshima vor genau 75 Jahren sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Das Entsetz­liche des Geschehens entzieht sich aber letztlich allen Beschrei­bungen. Deshalb nach dem Kurzvideo nur fünf unkom­men­tierte Fakten:

1. Die Vorbereitung

Das US-Militär hatte die Bombe auf den Namen “Little Boy” (Kleiner Junge) getauft. Sie hatte etwa 13 Kilotonnen TNT-Äquivalent Sprengkraft.


2. Der Abwurf

Der Bomben­abwurf erfolgte am 6. August 1945 um 08:15 Uhr Ortszeit aus einem B‑29-Bomber Enola Gay der USAAF.


3. Die Opfer

Hiroshima hatte damals etwa 400 000 Einwohner. Etwa 30 Prozent wohnten in einem Radius von zwei Kilometern vom Auftreff­punkt der Bombe entfernt. Im Zentrum starben sofort etwa 22.000 Menschen; weitere 39.000 starben innerhalb der nächsten vier Monate. Andere schätzen bis zu 160.000 Tote inklusive langzeit­ge­schä­digter Opfer. Niemand kennt die wirkliche Zahl.


4. Die Überlebenden

Die Überle­benden trugen Wunden davon, die nie verheilten. “Am nächsten Morgen ging ich die Knochen meines Mannes einsammeln,” berichtet eine Überlebende.


5. Hiroshima lebt weiter

Heute ist Hiroshima eine moderne Stadt mit über 1,2 Millionen Einwohnern. Sie liegt auf der japani­schen Insel Honshū. Im Friedenspark wird der unvor­stell­baren Katastrophe gedacht. Die Ruinen der Atombom­ben­kuppel sind als eines der wenigen Gebäude, die nahe der Abwurf­stelle noch standen.

Aber Hiroshima bietet mehr, als nur das Erinnern an das nukleare Grauen: Shukkei-en ist ein formaler japani­scher Garten, die Burg von Hiroshima ist eine hübsche von Graben und Park umgebene Festung und es gibt Okono­miyaki zu essen, ein typisches Gericht, das einem gefüllten Crêpe ähnelt und in Europa kaum bekannt ist. 

“Die Atmosphäre in der Stadt ist jung und angenehm, es gibt viele tolle Geschäfte und Restau­rants und insgesamt ist hier alles ein bisschen entspannter als in den Touris­ten­hoch­burgen Tokio und Kyoto.”

Jenny & Basti, Welten­bummler, Reise­fo­to­grafen, Vollzeit-Blogger

Hiroshima will leben. Es lebt. Und es wird leben.


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