Meinung und Analyse von Wolf Achim Wiegand / (Text angelehnt an @UNWatch, Insta)

Darum geht es: So, wie Palästina – oder das, was man so bezeichnet – bislang aufge­stellt ist, wird Gaza nie das Dubai des Mittel­meeres und die Westbank nie der Frucht­garten des Nahen Ostens werden. Die Paläs­ti­nenser werden von Geburt an dazu gedrillt, einer Lebenslüge aufzu­sitzen. Ihnen wird sugge­riert, sie könnten in das Land zwischen Jordan und Mittelmeer “heimkehren” – obwohl es nie einen Paläs­ti­nen­ser­staat gegeben hat. Maßgeb­lichen Anteil am Nähren dieser völlig unrea­lis­ti­schen Vorstellung hat das UN-Hilfswerk UNRWA. Es hält die Menschen in Gaza schon in vierter Generation als “Flücht­linge” und verhindert damit Ansied­lungen in eventuell aufnah­me­wil­ligen Staaten. UNRWA ist zur auffällig arbeits­platz­in­ten­siven Hamas-Selbst­be­die­nungs­kasse verkommen. Palästina erstickt an sich selbst. Das ist die bittere Wahrheit.

Hamburg / New York (waw) – An diesem Tag im Jahr 1949, nach dem Ende des israe­li­schen Unabhän­gig­keits­krieges, beschloss die General­ver­sammlung der Vereinten Nationen die Gründung des Hilfs­werks der Vereinten Nationen für Paläs­ti­na­flücht­linge im Nahen Osten: UNRWA.

Mit der Weigerung, die paläs­ti­nen­si­schen Flücht­linge anderswo wieder anzusiedeln, selbst in den Ländern, in denen sie heute leben, wie zum Beispiel im Libanon, sandte die Welt damals eine Botschaft an die Paläs­ti­nenser: “Der Krieg ist noch nicht vorbei, ihr könnt Israel immer noch zerstören.”

Mit KI erstelltes Symbolbild

Heute, 74 Jahre später, ist Israel immer noch nicht besiegt, und die Paläs­ti­nenser zahlen den Preis für die Lüge, die man ihnen auftischte. Sie bekommen durch UNRWA zwar Bildung (nach dessen Definition), medizi­nische Versorgung, Hilfs- und Sozial­dienste sowie Förderung bei der Infra­struktur, Verbes­serung der Wohnlage, Mikro­kredite und Nothilfe. Aber die Suche nach einer gerechten und dauer­haften Konflikt­lösung ist keine Aufgabe des UNRWA-Mandats.

Volk ohne Perspektiven

Die Paläs­ti­nenser sind auch das einzige Volk der Welt, das keinen Anspruch auf die Dienste einer weiteren großen UN-Sozial­or­ga­ni­sation hat, nämlich des Flücht­lings­hilfs­werks der Vereinten Nationen (UNHCR). Dessen Aufgabe ist es, Flücht­linge neu anzusiedeln. In der Fachsprache heißt das „Resett­lement“ und bezeichnet die dauer­hafte Neuan­siedlung besonders schutz­be­dürf­tiger Flücht­linge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat. 

Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat UNHCR Millionen von Menschen in aller Welt dabei geholfen, ein neues Leben zu beginnen. Es waren nicht nur Flücht­linge, sondern auch Rückkehrer, Staatenlose, Binnen­ver­triebene und Asylsuchende. 

Mit KI erstelltes Symbolbild

Paläs­ti­nenser dürfen die UNHCR-Hilfe aber nicht in Anspruch nehmen. Sie gelten rechtlich solange nicht als Menschen mit Rechten laut Genfer Flücht­lings­kon­vention, wie sie von UNRWA betreut werden. Außerdem sind sie staatenlos – niemand reprä­sen­tiert sie. Schließlich argumen­tieren Einige, das Umsiedeln durch das UNHCR beraube die Paläs­ti­nenser ihres Rechts auf Rückkehr in ihre Heimat, da sie ja eine neue gefunden hätten. 

Palästinensische Fata Morganas

Mit solchen Juris­te­reien wird den Paläs­ti­nensern und der Welt vorge­gaukelt, Israel könne aufhören zu existieren und die Paläs­ti­nenser könnten auf Land ihrer Vorfahren zurück­kehren. Dabei wird ausge­blendet, dass sich die Region seitdem massiv verändert hat – es entstanden damals unbekannte Städte, Dörfer, Indus­trien und Landschaften. 

In Zahlen:

Zur Staats­gründung 1948 zählte die jüdische Gemeinde in Palästina 650.000 Menschen, eine arabische Minderheit von 160.000 Menschen blieb im Land und wurde ebenfalls Israelis.

Heute zählt Israel fast 9,5 Millionen Einwohner, davon rund 6.870.000 (73,9 %) jüdischen Glaubens und etwa zwei Millionen (21,1 %) Araber, darunter etliche Christen. 

In Gaza leben etwas über zwei Millionen Menschen, die Westbank hat cirka 1,8 Millionen Einwohner.

1948 wurden rund 650.000 paläs­ti­nen­sische Flücht­linge gezählt. Nach fast 70 Jahren leben de facto nur noch einige Zehntausend davon. Die UNRWA versorgt aber 5.500.000 paläs­ti­nen­sische „Flücht­linge“. 

Fazit:

Trotz des massiven Wandels der Reali­täten hält UNRWA also eine paläs­ti­nen­sische Generation nach der anderen in perma­nenten “Flücht­lings­lagern”, ja: gefangen – zumindest geistig. Obwohl diese “Lager” nicht mehr das sind, was ihr Name vorgibt: Es sind teilweise formi­dable Städtchen und Stadt­teile mit großen Straßen, regem Verkehr und Wohnblöcken geworden. Die Zeit wackliger Zeltlager ist vorbei.

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Ein Netzwerk für den Terror

Zugleich ist UNRWA eine gigan­tisch aufge­blähter Selbst­be­die­nungs­läden für korrupte Islamisten und Nepotisten geworden. Der Großteil der 28.800 Bediens­teten sind Paläs­ti­nenser, nur 153 Dienst­posten sind inter­na­tional besetzt. Zum Vergleich: Die Polizei­be­hörde der Stadt Hamburg, die ebenso viele Einwohner wie Gaza hat, beschäftigt knapp über 8.000 Personen – UNRWA dreieinhalb Mal so viele. Die Hamas hat es geschafft bei der UN-Behörde viele Posten und Pöstchen zu schaffen, um Günst­lingen Alimen­ta­tionen zu verschaffen. 

Hamas hat sich das Image sozialer Wohltäter und ein Netz loyaler IMs, Kapos und Aufpasser geschaffen. Hamas überwacht „jegliche Geschäfts­be­wegung und auch humani­täres Business im Gazastreifen.“ Manchmal ist das selbst für UNRWA zu aufdringlich – die Flücht­lings­be­hörde verur­teilte mehrfach die Nutzung von Räumen durch die Hamas. 

Nach Angaben des Washington Institute for Near East Policy ist die UNRWA relativ machtlos gegen Praktiken der Hamas, Einrich­tungen der UNRWA für eigene Zwecke zu nutzen. 

Das größte Problem ist: UNHCR verweigert Paläs­ti­nensern die Integration in arabische Länder. Nicht einmal dort, wo sie geboren werden (in Jordanien z. B.), dürfen sie Beratung und Hilfe etwa zur Umsiedlung in kulturell naheste­hende Länder wie Ägypten erhalten (das sie aller­dings auch nicht will).

Ganz im Gegenteil: Die arabi­schen Bruder­völker hetzen die Paläs­ti­nenser gegen Israel auf. Sie selbst nehmen keinen einzigen dieser armen ethni­schen Verwandten aus Gaza oder aus der Westbank auf. So dienen die Paläs­ti­nenser als Kanonen­futter und für das Schüren antiis­rae­li­scher Gefühle. 

Ein womöglich prospe­rie­render Bevöl­ke­rungsteil im Lande – das würde die Macht manches Minder­heits­königs (Jordanien), Diktators und Scheichs in Frage stellen. Ein blühendes Palästina wäre der Tod für mittel­al­terlich denkende Frauen­hasser, Schwu­len­quäler und Koran-Schmal­spur­pre­diger landauf landab in Arabien. 

“Die UNRWA ist eine Dschihad-Organi­sation mit UN-Label!”

Emrah Erken, Schweizer Anwalt

Chancenlosigkeit als verordnete “Staatsräson”

Statt aus Gaza mit den – real verfüg­baren! – Billio­nen­be­trägen ein Dubai des Mittel­meeres aus dem Wüsten­boden zu stampfen, hält man diese bedau­erns­werten Menschen lieber als angeb­liche “Flücht­linge” auch noch in dritter und vierter Generation in einem Armen­käfig. Régime wie das im Iran rekru­tieren unter Paläs­ti­nensern Ketten­hunde mit brutalst­mög­licher Gesinnung, die sich sogar in die Luft sprengen.

Mit KI erstelltes Symbolbild

Die Paläs­ti­nenser in “Flücht­lings­lagern” zu halten, hilft ihnen natürlich nicht. Aber sie werden – ohne es im Dauer­feuer der Propa­ganda bemerken zu können – als Schach­fi­guren in einem endlosen Krieg benutzt. Dessen Ziel ist es, die Gründung Israels rückgängig zu machen. Also des Landes, dessen Demokratie und Blüte ebenfalls eine Heraus­for­derung für die regio­nalen Herrscher­sippen ist.

Wer zahlt den Irrsinn?

Schockie­render Weise wird das Budget der UNRWA nicht von den Feinden Israels finan­ziert. Es wird von westlichen Regie­rungen aufge­bracht. Hier sind die größten Geldgeber im Jahr 2022:

🇺🇸 $344M
🇩🇪 $202M
🇪🇺 $114M
🇳🇴 $34M
🇯🇵 $30M
🇫🇷 $29M

Mit KI erstelltes Symbolbild
  • Stellen wir uns vor, die UNRWA-Lehrer würden den Schülern nicht beibringen, Terror zu unter­stützen und Juden zu hassen.
  • Stellen wir uns vor, die UNRWA-Schulen würden nicht als Raketen­lager benutzt.
  • Stellen wir uns vor, UNRWA-Lehrer würden keine Geiseln verstecken.

➡️ Selbst in einer solchen Welt wäre es ein morali­sches Gebot für die Geber­länder, das System der Täuschung nicht länger zu finan­zieren, das mit der Gründung der UNRWA für die Paläs­ti­nenser geschaffen wurde, die seit Genera­tionen vor den Toren Israels leben und auf seine Zerstörung warten.

➡️ Die Geber­länder müssen alter­native Organi­sa­tionen finden, über die sie den Menschen im Gazastreifen humanitäre Hilfe zukommen lassen können.

➡️ Sie müssen auch ein System schaffen, das die freiwillige Umsiedlung jener Paläs­ti­nenser unter­stützt, die sich entschließen, die Wahrheit zu akzeptieren:

Fazit:

  1. Der Krieg wird vorbei­gehen, eine Lösung könnte kommen – aber welche?
  2. Israel wird bleiben, die Paläs­ti­nenser bleiben auch.
  3. Die UNRWA muss verschwinden.

Inzwi­schen hat Israel dem UNO-Hilfswerk Beweise vorgelegt, wonach zwölf seiner Mitar­beiter in den brutalen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 verwi­ckelt waren. Die Unter­lagen hatten umgehend explosive Wirkung. UN-General­se­kretär Antonio Guterres hat die Beschul­digten fristlos entlassen. Die Verdäch­tigen sollen straf­rechtlich verfolgt werden.

Und die Weltge­mein­schaft, die seit Jahrzehnten über Korruption, Vettern­wirt­schaft und Abzocke bei UNRWA infor­miert ist? Die USA haben ihre Finanz­hilfen an das Flücht­lingswerk einge­stellt, Kanada und Australien folgten, ebenso Italien. Bis Redak­ti­ons­schluss kamen Großbri­tannien, Finnland, Frank­reich und die Nieder­lande dazu. 

Auch Deutschland hat Gelder gestoppt, steht aber derzeit sowieso in einer Zahlungs­pause. Volker Beck, Vorsit­zender der Deutsch-Israe­li­schen Gesell­schaft (DIG) kriti­siert Außen­mi­nis­terin Annalena Baerbock scharf: “Faktisch passiert nichts. Klingt aber anders; Deutschland muss aus der Finan­zierung der
UNRWA aussteigen. Es gibt andere Kanäle für humanitäre Hilfe.”

Und die Paläs­ti­nenser? Werden Sie sich selbst aus dem Sumpf befreien können? Nein. In nächster Zeit wohl kaum – leider. 


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