Inhalt dieses Blogs: Europa sperrt die Binnen­grenzen. Und das, obwohl es sinnlos ist.

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Von Wolf Achim Wiegand

Hamburg/Brüssel (waw)Haben Sie es bemerkt? Viele Staaten haben die Kontrollen an ihren EU-Binnen­grenzen verlängert. Begründung: Terrorgefahr. 

Ich halte das für falsch. Warum?

1. Als die offenen Grenzen 2015 erstmals dicht gemacht wurden, waren vagabun­die­rende Flücht­linge die Begründung. Nun geht es plötzlich um herum­zie­hende Terro­risten. Ja, was denn nun?

2. Eigentlich dürfen Binnen­schlag­bäume nur maximal sechs Monate fallen. Jetzt ist von bis zu drei Jahren die Rede. So wird schlei­chend eine Grunde­run­gen­schaft der EU ausgehöhlt.

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3. Zu allem entschlossene Terro­risten fängt man nicht an Grenzen, sondern durch harte präventive Ermitt­lungs­arbeit. Anstatt wieder Schlag­bäume zu errichten, sollten die EU-Regie­rungs­chefs endlich eine EU-Bundes­po­lizei, einen EU-Nachrich­ten­dienst und eine EU-Staats­an­walt­schaft beschließen.

Rührt nicht am Schengen-Abkommen – schützt die Offenheit der EU-Binnen­grenzen! „Wenn Schengen stirbt, wird Europa sterben“, sagt EU-Innen­kom­missar Dimitris Avramo­poulos. Der Mann hat recht.

P.S.: Diese sechs Länder behalten Grenz­kon­trollen: Deutschland +++ Öster­reich +++ Schweden +++ Norwegen +++ Dänemark +++ Frank­reich +++ Details

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