Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/14: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Wochen­rück­blick. Nachrich­ten­auswahl ⤵️. Unter anderem: ▶️ USA rühren Trommeln im Handels­krieg, ▶️ Frank­reichs Rechts­extreme verlieren ihre Führerin, ▶️ Europol schaltet weltweites Pädophilen-Netzwerk ab.

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/14

Europa Themen
  • HANDEL: USA rühren Kriegs­trommeln. Scrolle⤵️.
  • FRANKREICH: Rechts­extreme gestoppt – vorerst … Mehr: ⤵️.
  • KINDERPORNO: Online-Netzwerk ausge­hoben. Details: Unten ⤵️.

💬 Das alles und noch viel mehr von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/14

EU-Liefer­ketten-Bremse:

Das ambitio­nierte EU-Liefer­ket­ten­gesetz ist vom Tisch – vorerst. Für Einige. Die jahrelang ausge­han­delte Regelung wird für gut 80 Prozent der betrof­fenen Unter­nehmen erst ein Jahr später als vorge­sehen einge­führt. Das hat Europäische Parlament im Eilver­fahren beschlossen. Ziel: kleinen und mittleren Betrieben mehr Luft bei der Umsetzung verschaffen. 

Die Vorschrift verpflichtet Produ­zenten und Impor­teure. Sie müssen bei Strafe nachweisen, dass ihre Angebote unter umwelt- und sozial gerechten Bedin­gungen entstanden sind. Dies bedeutet, dass sie etwa ohne Kinder- oder Zwangs­arbeit entstanden sind. 

Die Verschiebung ist umstritten. In Gewerk­schafts­kreisen heißt es, es gehe der Wirtschaft nur ums Bremsen der Maßnahme. Unter­nehmen dagegen kriti­sieren die massive Bürokratie des Gesetzes. derstandard.at

Europa Politik

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/14

USA wählen Zollhammer statt Diplomatie: 

Die Woche 1 des Handels­krieges zwischen den USA, Europa und Welt ist angebrochen. Präsident Donald Trump hat seine mit Spannung erwar­teten Daumen­schrauben gegen Importware verkündet. Sie gelten weltweit und regional abgestuft. Für Europa gilt ab sofort eine “Flatrate” von 20 %. Auf Alles. Autos: 25 %.

Reaktionen auf US-Zollhammer: Einen Tag nach Bekanntgabe weltweit abgestufter US-Straf­zölle (siehe oben) hat Europa reagiert. EU-Kommis­si­ons­prä­si­dentin Ursula von der Leyen sprach von einem “schweren Schlag für die Weltwirt­schaft”. Andere Stimmen sahen eine “Kampf­ansage der USA” und eine “Geister­fahrt” des US-Präsi­denten Donald Trump. EU-Ratsprä­sident António Costa forderte mehr Handel mit Ländern in Latein­amerika und Asien. 

Deutsche Reaktionen: Deutsch­lands größte Reederei Hapag-Lloyd und der Hamburger Hafen­be­trieb HHLA erwarten Folgen für Ladungs­ströme, Nachfrage und Kosten. Die Gewerk­schaft IG Metall prognos­ti­ziert Negatives für die Auto- und Maschi­nen­bau­branchen. Unter­dessen sucht EU-Handels­kom­missar Maroš Šefčovič diplo­ma­tische Wege, um die Handels­hin­der­nisse doch noch abzubauen, bevor die EU Gegen­maß­nahmen einleitet. tagesschau.de nzz.ch derstandard.at (Podcast)

Der Nachteil für US-Verbraucher sind höhere Preise, insbe­sondere für Lebens­mittel, Kleidung und Elektronik. - Analyse des US-Fernseh­senders CNN


Aus für Le-Pen-Karriere:

Die politische Landschaft des zweit­größten EU-Landes Frank­reich ist durch die spekta­kuläre Verur­teilung der Rechts­po­pu­listin Marine Le Pen gründlich durch­ein­an­der­ge­wirbelt worden. Ein Gericht in Paris verhängte gegen die 56-Jährige ein sofor­tiges Wahlan­tritts­verbot. Das Verbot gilt für die nächsten fünf Jahre. In solchen Fällen ist dies in Frank­reich üblich.

Die Heraus­for­derin von Präsident Emmanuel Macron wurde samt Mitstreitern der Verun­treuung von EU-Geldern für schuldig befunden. Sie habe jahrelang im Zentrum eines organi­sierten Systems zur Berei­cherung ihrer Partei gestanden.

Damit ist die Rechts­au­ßen­partei Rassem­blement National (RN) ihrer nicht aussichts­losen Präsi­dent­schafts­kan­di­datin beraubt. Die Politi­kerin muss außerdem zwei Jahre eine Fußfessel tragen, bekam zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 100.000 Euro. n‑tv.de t‑online.de


Ungarn im Abseits:

Die Regierung von Minis­ter­prä­sident Viktor Orbán hat ihren Austritt aus dem Inter­na­tio­nalen Straf­ge­richtshof (IStGH) bekannt­ge­geben – als einziges EU-Land. Das in Den Haag sitzende Weltge­richt sei zunehmend politi­siert und urteile einseitig, hieß es zur Begründung. Damit folgt Ungarn anderen Ländern wie Russland, USA, China, Syrien und Israel. 

Der Schritt kommt parallel zu einem inter­na­tional kriti­sierten Besuch des israe­li­schen Regie­rungs­chefs Benjamin Netanjahu in Budapest. Gegen ihn liegt ein kontro­verser IStGH-Haftbefehl wegen mutmaß­licher Betei­ligung an Kriegs­ver­brechen vor. Ungarn hat seit Langem klar gemacht, dass es seiner Verpflichtung zur Verhaftung Netan­jahus nicht folgen werde. Der IStGH ist zuständig für Völker­rechts­ver­brechen in Staaten, die den IStGH anerkennen, und in denen die nationale Justiz nicht funktio­niert. zeit.de/politik

EU-Kampfjet in der Mache:

Nichts weniger als eine Revolu­tio­nierung der Luftver­tei­digung Europas planen die Luftfaht­kon­zerne Airbus und Dassault. Sie entwi­ckeln derzeit das „Future Combat Air System (FCAS)“. Im Mittel­punkt dieses Projekt steht ein Super­kampfjet, der bestehende Flugzeuge wie den Eurofighter und die Rafale bis 2040 ersetzen soll.

Das Besondere: FCAS umfasst nicht nur einen neuen Flieger. Es enthält ein komplettes System mit Drohnen und Sensoren. Eine „Combat Cloud“ wird durch Künst­liche Intel­ligenz vernetzt. Kosten: Über 100 Milli­arden Euro. Die Zusam­men­arbeit zwischen dem europäi­schen Airbus-Konzern und Dassault (Frank­reich) ist nicht spannungsfrei. Es gibt Unklar­heiten über die Aufga­ben­ver­teilung und das geistige Eigentum. Spanien als dritter Partner macht die Arbeit nicht einfacher. handelsblatt.com 


Kriegsgefahr in der Ostsee:

Geheim­dienste verschie­dener europäi­scher NATO-Länder warnen vor akuter Kriegs­gefahr, ausgehend von Russland. In Dänemark sprechen Militär­be­ob­achter davon. Sie sagen, dass der Kreml einen Regio­nal­krieg im Ostseeraum führen könnte, wenn der Krieg in der Ukraine einge­froren wird. Dies könnte innerhalb von etwa zwei Jahren passieren, falls der Krieg beendet wird.

Der nieder­län­dische Vertei­di­gungs­mi­nister Ruben Brekelmans mahnt ebenfalls. Russland könnte nach einem Waffen­still­stand oder Friedens­schluss in der Ukraine eine groß angelegte Truppen­be­wegung gegen NATO-Gebiet durch­führen. Der Kreml sei nach Befriedung der Ukraine in der Lage, erheb­liche militä­rische Ressourcen freizu­setzen. defensenews.com br.de 


Deutsche Wacht im Osten:

Deutschland ist seit einem Tag erstmals in der Geschichte im Baltikum mit einer dauerhaft statio­nierten Streit­macht vertreten. Nach einer Feier­stunde in der kleinen Stadt Nemencine bei Vilnius hat die Bundeswehr-Panzer­brigade 45 in Litauen den Dienst aufge­nommen. Zunächst ist sie nur mit einer kleinen Vorhut.

Die im Endausbau bis zu 5.000 Soldaten sollen die NATO-Ostflanke zwischen dem Kreml-Satel­li­ten­staat Belarus und der russi­schen Ostsee-Enklave Kaliningrad stärken. Das Presti­ge­objekt von Vertei­di­gungs­mi­nister Boris Pistorius ist eine Antwort der NATO gegen das zunehmend aggressive Russland. Litauen hat seine Vertei­digung auch selbst verstärkt, unter anderem durch den Bau von Panzer­sperren und die Sicherung strate­gi­scher Brücken. soldat-und-technik.de/ t‑online.de 

Europa Wirtschaft

Europa macht hinne:

Um den weltweiten Wettlauf um Seltene Erden und Kritische Rohstoffe zu gewinnen, plant die Europäische Union. Sie wird fast 50 Projekte und Unter­nehmen in den 27 Mitglied­staaten unter­stützen. Sie sollen bessere Chancen für den Rohstoff­import bekommen, da diese in der EU nicht ausrei­chend vorhanden sind. Dabei sind sie für die Wirtschaft lebens­not­wendig. Der Bedarf an Lithium für Batterien wird allein bis zum Jahr 2030 um das Zwölf­fache steigen.

Bislang ist Europa stark von Ländern wie China abhängig, um auch andere Produkte wie Solar­module, Windkraft­an­lagen und Elektro­fahr­zeuge zu fabri­zieren. Die EU bietet nun Steuer­erleich­te­rungen, niedrigere Rohstoff­kosten und Recyclinginitia­tiven sowie strate­gische Partner­schaften zur Diver­si­fi­zierung bei. Trotzdem bleibt die Frage offen, ob die EU ihre ambitio­nierten Ziele erreichen und im globalen Wettbewerb bestehen kann. europeannewsroom.com

Schlag gegen Kindersex-Verbrecher:

Die europäische Polizei­be­hörde Europol hat den wohl weltweit größten Strea­ming­dienst für Porno­grafie mit Kindern abgeschaltet. Jahre­lange Ermitt­lungen in 31 Ländern führten auch nach Hamburg, Bremen und Nieder­sachsen. Behör­den­an­gaben zufolge konnten 1.400 Kunden der Darknet-Plattform „KidFlix“ identi­fi­ziert werden.

Insgesamt hatten die Detektive 1,8 Millionen pädophile Nutzer im Visier. Die hatten Zugriff auf mehr als 91.000 Kindersex-Videos in techni­scher Top-Qualität. Den Angaben zufolge kümmerte sich die Kripo auch um betroffene Kinder. So wurde in Chemnitz ein 36-jähriger Mann verhaftet und sein minder­jäh­riger Sohn wegen sexuellen Missbrauchs an das Jugendamt übergeben. polizei.bayern.de europol.europa.eu bild.de 

Kein EU-Seniorenzwang beim Führerscheintest:

Ältere Menschen brauchen keine europaweit verpflich­tenden Gesund­heits­tests für die Weiter­führung der Autofahr­erlaubnis befürchten. Das ist die Konse­quenz beschlos­sener EU-Neure­ge­lungen der Führer­schein­re­ge­lungen. Danach liegt es im Ermessen der 27 Mitglieds­staaten, ob sie bei der „Lappen­ver­län­gerung“ ärztliche Unter­su­chungen verlangen. Deutschland hat sich bereits dagegen ausgesprochen.

Ein weiteres zentrales Element der Reform ist die Einführung eines digitalen Führer­scheins bis 2030. Er wird über Smart­phones abrufbar sein. Zudem wird eine EU-weite Probezeit von zwei Jahren für Fahran­fänger einge­führt. hna.de/verbraucher 

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/13

Handels­krieg Trump Europa Woche 2025/14

Europa Zahl der Woche

700.000.000

700 Millionen Liter Wein pro Jahr – so viel produ­ziert die EU jährlich. Damit keltert Europa mehr als 60 % des weltweiten Reben­saftes. Das macht sie zum mit Abstand größten Winzer der Welt.

Europa USA 2025/09

Gelächter über Russland

Als Russland vor zwei Jahren am 1. April den Vorsitz des UN-Sicher­heits­rates übernahm, kommen­tierte die Europäische Kommission das sarkas­tisch als “April­scherz”. Der Kreml fand das unpassend und ist bis heute verschnupft. theprint.in

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