Europa Ukraine TikTok Woche 2025/20: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Wochen­rück­blick. Nachrich­ten­auswahl ⤵️. Unter anderem: ▶️ Putin patzt, gibt Selenskyj einen Korb. ▶️ Gericht verur­teilt von der Leyen (EU). ▶️ TikTok kurz vor EU-Milli­ar­den­strafe.

Europa Themen
  • UKRAINE: Putin verweigert Date mit Selenskyj – Nun drohen Sanktionen. Scrolle⤵️.
  • EUROPA: Gericht düpiert EU-Chefin – SMS-Löschung war nicht rechtens. Mehr: ⤵️.
  • SCOCIALMEDIA: TikTok tickt falsch – EU droht mit Milli­ar­den­strafe. Details: Unten⤵️.

Von WOLF ACHIM WIEGAND (Alle Fotos: KI)

Europa Ukraine TikTok Woche 2025/20

Selenskyj – allein zu Haus …

Viel Kritik hat Russland-Präsident Wladimir Putin ausgelöst. Er hatte sich am Donnerstag geweigert, die Einladung seines ukrai­ni­schen Kollegen Wolodymyr Selenskyj nach Istanbul anzunehmen. Dort wollte der Mann aus dem angegrif­fenen Kiew über einen Waffen­still­stand verhandeln. Das Auswärtige Amt reagierte auf X vergräzt:

Putin überreizt seine Karten – Europa und die USA sind auf weitere Sanktionen vorbereitet.

Der Kreml hatte am Donnerstag nur eine nieder­schwellige Delegation entsandt. Selenskyj brand­markte das als „Täuschungs­ma­növer“ – er wolle nur mit Putin über einen Waffen­still­stand reden. Selenskyj selbst erschien auch nicht am Verhand­lungsort, ließ aber seinen Vertei­di­gungs­mi­nister Rustem Umjerow auftreten. Durch­bre­chendes geschah nicht, am Freitag soll nochmals geredet werden. fr.de/politik n‑tv.de/politik/Putin-kneift x.com/ZelenskyyUa (Selen­skyjs X‑Account) twitter.com

Putin will gar nicht verhandeln, er will weiter bombar­dieren und kämpfen und Gelän­de­ge­winne machen. – Bundes­ver­tei­di­gungs­mi­nister Boris Pistorius erwartet nichts. zdf.de/nachrichten

Russland ist in einer schwä­cheren Position als bisher angenommen, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Druck auszuüben. – Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht Russland als verwundet an. twitter.com/TallbarFIN

Nichts wird geschehen, bis Putin und ich zusam­men­kommen. – US-Präsident Donald Trump ist sich da ganz sicher

Europa Politik

EU-Chefin unter Druck:

Wegen Intrans­parenz über den Corona-Impfstoffdeal der Europäi­schen Kommission ist Ursula von der Leyen unter Druck geraten – es gibt Rücktritts­for­de­rungen. Grund: Das EU-Gericht (EuG) hat vorin­stanzlich entschieden, die Kommis­si­ons­prä­si­dentin handele rechts­widrig, wenn sie die Veröf­fent­li­chung ihrer SMS-Daten verweigert.

Es geht um Handy-Kontakte. Von der Leyen hatte diese während der Pandemie mit dem Chef des Pharma-Riesen Pfizer ausge­tauscht. Und zwar, um einen milli­ar­den­schweren Impfstoff­vertrag auszuhandeln. 

Laut Kommission ist die von der Leyens Kernnach­richt unauf­findbar. Kritiker unter­stellen Unregel­mä­ßig­keiten. Die Entscheidung kann vor dem Europäi­schen Gerichtshof (EuGH) angefochten werden. euractiv.de curia.europa.eu

Angstwahl in Rumänien:

Das Wochenende könnte aus Sicht von Europäi­scher Union und NATO böse enden. Alles deutet darauf hin, dass bei Wahlen im Nachbarland der Ukraine ein ultra­rechter Natio­nalist der Präsident werden kann. Der russland­ori­en­terte George Simion (38) hatte bei der ersten Runde über 40 Prozent erhalten.

Es ist nicht sicher, ob der parteilose Mitbe­werber, Nicușor Dan (55), der Bürger­meister von Bukarest ist, seinen Zustim­mungswert erhöhen kann. Dieser liegt zunächst bei 20 Prozent. Es bleibt vor allem fraglich, ob er ihn schlag­artig in die absolute Mehrheit umwandeln kann. Rumäniens Präsident bestimmt die Regie­rungs­bildung sowie die Außen- und Vertei­di­gungs­po­litik. sueddeutsche.de politico.eu

Skandal bei EU-Asylbehörde:

Schwer­wie­gende Verstöße gegen Perso­nal­vor­schriften sind bei der Führung der Europäi­schen Asylagentur (EUAA) aufge­deckt worden. Das berichtet das Newsportal Politico mit Hinweis auf vertrau­liche Ermitt­lungen des EU-Betrugs­be­kämp­fungs­amtes OLAF. Danach habe die Führung syste­ma­tisch Vorschriften umgangen, um Günst­linge in Leitungs­po­si­tionen zu bringen.

Zudem dienten Umstruk­tu­rie­rungen in Abtei­lungen nicht organi­sa­to­ri­schen Gründen, sondern privaten Karrie­re­wünsche, meldet Politico. EUAA-Chefin Nina Gregori weist alles zurück. politico.eu wearesolomon.com

Atomwaffen für Polen?

Emmanuel Macron hat eine neue Debatte über die Aufrüstung Europas mit Nukle­ar­waffen angestoßen. Er sei unter Bedin­gungen bereit, franzö­sische Atom-Kampf­flug­zeuge in anderen EU-Ländern zu statio­nieren, sagte der franzö­sische Präsident. Das zielt vor allem auf Polen, das gerne Atomstütz­punkt wäre.

Nun nannte Macron erstmals Kondi­tionen: Für die Statio­nierung müsse bezahlt werden. Frank­reich werde eigene Kapazität nicht verringern. Und: Paris brauche das letzte Wort über den Einsatz.

Hinter der Diskussion steht die Befürchtung, der US-Atomschutz­schirm über Europa werde im Ernstfall nicht ausge­spannt. Deutschland ist in der Frage bislang zurück­haltend. derstandard.de

Europa Wirtschaft

TikTok droht Milliardenstrafe:

Die aus China gesteuerte Video-Plattform TikTok verstößt gegen das EU-Digital­gesetz. Diesen Vorwurf erhebt die Europäische Kommission. Sie prangert insbe­sondere Versäum­nisse bei den Trans­pa­renz­pflichten für Werbung an. Das erschwere die Aufde­ckung von Desin­for­mation, Betrugs­fällen und manipu­la­tiven Kampagnen. Brüssel hatte interne Dokumente, Funktionen der Plattform und Exper­ten­mei­nungen analysiert.

Wenn TikTok die Probleme nicht schnell behebt, droht dem Mutter­konzern ByteDance eine Geldstrafe. Diese könnte bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahres­um­satzes betragen. Die EU ermittelt auch gegen X (ehemals Twitter) und Meta (Facebook, Instagram). handelsblatt.com

Warnung vor Angriffen aufs All:

Europas vorwärts­stre­bende Raumfahrt sollte nicht nur nach den Sternen greifen, sondern stärker auch ganz irdische Heraus­for­de­rungen angehen. Darauf hat der Mathe­ma­tiker und Astronom Mathieu Bailly hingewiesen. 

Der Leiter des schwei­ze­ri­schen Daten­si­cher­heits­un­ter­nehmens CYSEC warnte in einem Interview vor Daten­an­griffen im All. Das Risiko steige wegen zuneh­mender Digita­li­sierung und Vernetzung von Satel­liten, Boden­sta­tionen und Kommu­ni­ka­ti­ons­sys­temen. Attacken verur­sachten nicht nur wirtschaft­liche Schäden, sondern gefährde auch sicher­heits­re­le­vante Infra­struk­turen. Zur Abhilfe bedürfe es engerer Zusam­men­arbeit zwischen EU-Insti­tu­tionen, der europäi­scher Raumfahrt­be­hörde ESA und natio­nalen Ämtern. rp-online.de

US-Waren zu Ladenhütern:

Die jahrzehn­te­lange Beliebtheit US-ameri­ka­ni­scher Produkte in Europa ist nachweisbar im Schwinden begriffen. Nach Angaben der Deutschen Wirtschafts­nach­richten ist das laut Studie der Europäi­schen Zentralbank (EZB) die Folge des Handels­kon­flikts. Er schwelt seit Amtsan­tritt Präsident Donald Trumps zwischen den USA und der Europäi­schen Union. Verbraucher meiden Angebote mit dem Label „Made in America“ gezielt aus politi­schen Gründen, heißt es.

Ähnlich wie in Kanada, das US-Präsident Donald Trump gerne einver­leiben möchte, habe sich in Europa eine breitere Verbrau­cher­be­wegung formiert. Sie betreibt seit Anfang 2025 gezielten Boykott – selbst der Tourismus in die USA ist davon betroffen. Eine Rolle für die Ablehnung spielen auch höhere Preise. deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Anklage wg. gekappter Ostseepipeline:

Eineinhalb Jahre nach Durch­trennung der Ostsee-Gaspipeline Baltic­con­nector durch den Frachter „NewNew Polar Bear“ wurde der Kapitän verhaftet – im chine­sisch kontrol­lierten Hongkong. Die Behörden seines Heimat­hafens beschul­digen den Mann der mutmaß­lichen Sachbe­schä­digung und der Verstöße gegen maritime Vorschriften.

Finnische Ermittler hatten zuvor festge­stellt, dass der Contai­ner­trans­porter zum Zeitpunkt der Beschä­digung über das Unter­seerohr gefahren war. Er hatte eine Schleppspur hinter­lassen. Der Contai­ner­trans­porter hatte seinen beschä­digten Anker verloren. Unfall oder Absicht? Das klärt nun das Gericht in Hongkong. Der Bruch hatte zur sechs­mo­na­tigen Unter­bre­chung der Energie­zufuhr zwischen Finnland und Estland sowie rund 300 Millionen Euro Schaden geführt. gcaptain.com/

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Bald Fischer-“Krieg” im Ärmelkanal?

Zwischen der EU und Großbri­tannien bahnt sich handfester Konflikt um Fische­rei­rechte an. Die Diffe­renzen gefährden die geplante Neuaus­richtung der bilate­ralen Bezie­hungen. www.theguardian.com

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