Europas Versagen in der Ukraine: Seit bald vier Jahren blutet die Ukraine. Seitdem schlingert die Hilfe aus Europa. Geht das noch gut aus? - Dazu habe ich eine Meinung.

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Europas Versagen in der Ukraine:

Europas Versagen in der Ukraine

Von Wolf Achim Wiegand (Fotos: KI)

Ungefähre Lesezeit: 4 Minuten

Moin, liebe Mitmenschen in Europa,

in diesen Stunden steht das Schicksal der Ukraine auf des Messers Schneide. Die Ereig­nisse überschlagen sich. Doch eines ist klar: Seit Beginn des Putin-Angriffs­krieges 2022 in den Nachbar­staat der Europäi­schen Union hat sich der Westen unterm Strich nicht ehrenvoll verhalten. 

Während ukrai­nische Städte unter Bomben fielen und Familien in Kellern ausharrten, disku­tierte Europa auf endlosen Gipfel­treffen über Rüstungs­pakete und Kondi­tio­na­li­täten. Die vollmundig verkündete NATO- und EU-Sicher­heits­po­litik wurde verwaltet wie ein bürokra­ti­sches Projekt. Humanitäre Pflicht? Herzens­sache? Es sieht aus wie Fehlanzeige.

Europa spielt mit bei den Ukraine-Gesprächen. – Bundes­au­ßen­mi­nister Johann Wadephul (CDU) ist sehr tapfer

Zwar hat Europa gerade gezeigt, dass diplo­ma­ti­sches Gewicht nicht völlig verloren ist. Die EU hat den berüch­tigten, in Moskau vorbe­rei­teten 28-Punkte-Unter­wer­fungsplan der USA für die Ukraine spürbar entschärft. Sie hat in Teilen gar vollständig zurückgewiesen. 

Das ist zweifellos ein Erfolg, bedenkt man den Zangen­druck des Kremls, der maximale Konzes­sionen verlangte, und die Position Donald Trumps, der das Spiel Putins zunächst mitspielte. Das Wegräumen der schlimmsten Minen­felder zeigt: Europa kann politisch noch Haltung beweisen!

Europas Versagen in der Ukraine:

Europas Versagen in der Ukraine – wieviel Zeit bleibt noch?

Doch der kürzliche Triumph auf dem diplo­ma­ti­schen Parkett wirft zugleich ein grelles Licht auf das, was weiterhin fehlt: Russland inter­es­siert es keine Bohne, was Europa wünscht. Auf militä­ri­schem Gebiet ist für den Kreml bislang ohnehin keine wirksame europäische Kraft zu erkennen – und nur das verstünde Putin. Auch im Hybrid­krieg – Drohnen­spionage, Cyber­an­griffe, Desin­for­mation – ist wenig Tatkräf­tigkeit zu erblicken:

„Es sind nicht Worte, die ein Signal senden – es sind Taten.“ - Lettlands Außen­mi­nis­terin Baiba Braže wünscht Härte gegen Putin

Und so ist die Ukraine nicht nur Opfer einer militä­ri­schen Aggression, sondern auch ein Spiegelbild der europäi­schen Handlungs­un­fä­higkeit. Jede Verzö­gerung bei Waffen­lie­fe­rungen, jede halbherzige Sanktion ist ein Schlag ins Gesicht derer, die von Kiew bis Kherson für Freiheit, Demokratie und Rechts­staat­lichkeit kämpfen.

Fast vier Jahre lang entfaltet Putin also schon seine brutalen Strategien. Europa erging sich unter­dessen in vielen, vielen Sitzungen. Die Ukraine – die zu Recht in die EU drängt – hingegen zeigte und zeigt, was echte Stand­haf­tigkeit bedeutet: Das Volk kapitu­lierte nicht. Immer noch verteidigt die Ukraine ihre Heimat und hält Prinzipien und Werte hoch, die der Westen selbst propagiert.

Europas diplo­ma­tische Worthülsen aus Brüssel haben auf dem Schlachtfeld nichts bewirkt. Im Gegenteil – das Zögern hat seit 2022 ein fatales Signal an den Kreml gesendet: Aggression lohnt sich.


Europas Versagen in der Ukraine

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