Europa Jugendliche Digitales: Fast jeder Jugendliche in Europa ist täglich online – doch viele verfügen nicht über grundlegende digitale Fähigkeiten. Die Generation Z wischt, streamt und postet – und dass, ohne Mechanismen, Datenschutz oder Informationsquellen. – Dazu habe ich eine Meinung.
Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Europa Jugendliche Digitales
Von Wolf Achim Wiegand (Foto: KI)
Moin, liebe Mitmenschen in Europa,
Viel Wischen mit wenig Wissen. Auf diese Formel lässt sich die Onlinenutzung junger Menschen in Europa zusammendampfen. Studien entlarven es. Konkret:
Mit 97 Prozent ist fast jede junge Person täglich online – das zeigt die EU-Statistikbehörde Eurostat in ihrer jüngsten Erhebung. Man streamt, scrollt, chattet, postet und swipt, was das Zeug hält. Kein Kontinent ist digitaler vernetzt als Europa. Und keine Altersgruppe ist im Alltag so durchdrungen vom Netz wie die Generation Z.
Sechs Prozent der Jugendlichen gelten als abhängig von sozialen Medien. – DAK-Gesundheit
Doch erschreckend ist: Laut der EU-Kommission verfügen 28 Prozent der 16- bis 29-Jährigen in der Europäischen Union über keine grundlegenden digitalen Fähigkeiten. Mehr als ein Viertel jener, die ständig online sind, hat nur begrenztes Wissen über Datenschutz, Informationsquellen oder digitale Sicherheit. Sie sind Nutzerinnen und Nutzer – aber keine Gestalter der digitalen Welt. Sie konsumieren Inhalte, ohne deren Mechanismen zu verstehen.
Generation Z wird “Generation Oberfläche”
Die internationale ICILS-Studie (International Computer and Information Literacy Study) hat diesen Trend schon vor Längerem auch für Deutschland bestätigt. Über 40 Prozent der Achtklässler können digitale Informationen kaum kompetent bewerten. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) erreichen sie „nicht mehr als den Grund-Level“ bei computer- und informationsbezogenen Kompetenzen. Es wächst also die Kluft zwischen digitaler Präsenz und digitalem Verständnis.

Europa Jugendliche Digitales
So wie wir Kinder vor Alkohol oder anderen Drogen schützen, sollten wir sie auch vor den Risiken einer zu frühen Smartphone-Nutzung schützen. – Julia von Weiler, Geschäftsführerin von “Innocence in Danger” (Kinderschutz)
Die Ursachen sind so fatal wie die Folgen. Zwar rühmt sich Europa seiner KI-Strategien. Doch in vielen Klassenzimmern herrscht weiter analoge Pädagogik, wie die ICILS-Studie erläutert. Zwar wurden Ausstattung und Technik verbessert, doch die tiefgreifende Integration digitaler Bildung bleibt vielerorts Stückwerk. So aber kann man den digitalen Wandel nicht gestalten.
Die neue Generation braucht angesichts der Fakten- und Desinformationsschwemme dringend mehr Kompetenzen. Sie muss Inhalte prüfen, sollte Systeme verstehen und mit Verantwortung handeln. Sonst drohen sie zur „Generation Oberfläche“ zu werden – permanent online am Wischen, aber ohne Durchblick.
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