Es gibt Leute, die das für einen schlechten Scherz halten – ist es aber nicht: Mit dem 1. April 2024 um Mitter­nacht ist Haschisch in der Tasche nichts Krimi­nelles mehr (unter bestimmten Voraus­set­zungen). Freiga­be­be­für­worter jubeln. Mit dem Datum endet ein Kampf um Legali­sierung, der ein halbes Jahrhundert gedauert hat. Wer trieb die Freigabe von Cannabis an und wie tickte die Welt vor einem halben Jahrhundert? 

Von Wolf Achim Wiegand

Hamburg (waw) – Dieses Ereignis kann zu Recht als histo­risch einge­stuft werden:

Hippies machten den Anfang

Am Anfang war das Wort. In gedruckter Form. Der “Haschisch-Report” listete “Dokumente und Fakten zur Beurteilung eines sogenannten Rausch­giftes” auf. Der Buchautor Rudolf Walter Leonhardt war ein 1921 geborener Journalist, der in den 1950er, 60er und 70er Jahren das Gesicht der liberalen Wochen­zeitung Die Zeit mitprägte. Als USA-Korre­spondent, Feuil­le­tonchef und stell­ver­tre­tender Chefre­dakteur. Auf seinen ZEIT-Seiten “durfte, hier sollte gestritten werden, hart, doch höflich, über – alles.

Der liberale Geist trat in seinem 1970 aus den dunklen Korri­doren des Hamburger ZEIT-Verlages ins grelle Licht der Öffent­lichkeit. Im “Haschisch-Report” listete Leonhard wissen­schaft­liche Fakten dafür auf, was Hundert­tau­sende junge Cannabis-Konsu­menten sowieso zu wissen glaubten. Nämlich, dass die krimi­na­li­sierten Rausch­mittel Marihuana und Haschisch nicht gefähr­licher seien, als frei verkäuf­liche Drogen wie Bier oder Wein. In Maß genossen natürlich und nicht im Übermaß – eben so, wie auch beim Alkohol gute Sitte ist.

Damals schon gehörte Cannabis zum Szene­alltag. “Vieler­orten und immer häufiger begeben sich Teenager und Twens, Gammler und Gastar­beiter auf eine lange, seltsame Reise”, zitierte DER SPIEGEL 1966 den franzö­si­schen Lyriker Charles Baude­laire. Der beschrieb eine Reise, “bei der du gegenüber dem gewöhn­lichen Reisenden den merkwür­digen Vorteil hast, nicht zu wissen, wohin du fährst”. Verklärung? Gewiss. 

Ein Journalist schrieb gegen den Trend

Leonhards “Haschisch-Report” war die Bibel einer breiten Bewegung für die Freigabe von Erzeug­nissen aus dem Weichharz Hanfharz Tetra­hy­dro­can­na­binol (THC). Das ist ein Extrakt aus den Pflan­zen­teilen der weiblichen Canna­bis­pflanze (Indischer Hanf). In seiner Herkunfts­region heißt der heuduftige Stoff Haschisch (von arabisch حشيش, ḥašīš ‚Gras‘).

Während sich unzählige vor allem junge Leute in den USA und Europa am Rauchen, im Tee oder mittels Cannabis-Keksen an dem Stoff erfreuten, prasselten von Staats wegen massive Warnungen herab: 

“Marihuana ist vor allem die Ursache vieler Verbrechen, erfüllt es doch die davon Berauschten mit einem unwider­steh­lichen Drang zu Gewalt­taten. Es reizt auch an zu ekeler­re­gender Unmoral, die Verge­wal­tigung und Mord einschließt.”

Harry Ansiinger, 1930 – 1962 Chef des Federal Bureau of Narcotics in den USA und Mitglied der Drogen­kom­mission der Vereinten Nationen

Glauben taten wissende Konsu­menten solch Alarm­getöse schon lange nicht mehr. Ende der 1960er Jahre waren Cannabis-Produkte die in der Bundes­re­publik illegal am stärksten verbrei­teten jener Drogen, die nach dem “Gesetz über den Verkehr mit Betäu­bungs­mitteln (Opium­gesetz)” von 1929 als Rauschgift galten. Das sind sie bis heute.

Insgesamt schätzen die Europäische Beobach­tungs­stelle für Drogen und Drogen­sucht (EMCDDA) und die Polizei­or­ga­ni­sation Europol den Gesamt­dro­gen­markt in der EU auf 30 Milli­arden Euro jährlich. Der größte Anteil entfällt auf Cannabis. 39 Prozent oder etwa 11,6 Milli­arden Euro werden für Haschisch, Marihuana und andere Hanfpro­dukte ausge­geben. Diesen Schwarz­markt soll die Legali­sierung trockenlegen. 

“Das Gefähr­lichste an Cannabis ist, dass man damit erwischt wird”

Schau­spieler Bill Murray

Erst Cannabis-Rinnsal, dann Cannabis-Tsunami

Experten schätzten, dass 1966 landesweit etwa 800 Kilogramm Marihuana im Umsatzwert von 24 Millionen Mark (etwa zwölf Millionen Euro) auf dem schwarzen Markt angeboten wurden. Das reichte für 800.000 Joints. Das Zeug fand sich oft als “Souvenir” im Gepäck heimkeh­render Urlauber aus Marokko. Dort wurde die Ware zum Teil schmug­gel­fertig in prakti­schen Leibgürteln abgepackt angeboten.

Der Heimtransport gen Germania erfolgte in Autoreifen, zwischen Dattel­pa­ckungen mit doppeltem Boden oder fanta­sievoll verstrichen im Werkzeug­kasten, berichtete der SPIEGEL damals. Die Konsu­menten: ” waren “Ein bunt gemischter Haufen von Einzel­gängern, Rebellen, Ausge­flippten, Indivi­dua­listen und Liberalen”, so Leonhard in der ZEIT.

Der frühere USA-Korre­spondent kannte die Cannabis-Szene in Kalifornien. Dort sah er Blumen­kinder noch bevor es sie in Deutschland gab, “die einer immer unbarm­her­ziger sich gebär­denden Welt ihren lächelnden Pazifismus entge­gen­stellten”. Im Hamburger Gymnasium seiner Kinder erlebte der Journalist indessen “eine förmliche Haschisch-Psychose bei den gutbür­ger­lichen Eltern und den unter Druck gesetzten Lehrern.

“Legalize It” war ein Roots-Reggae-Album des Jamai­kaners Peter Tosh aus dem Jahre 1976. Das Werk des selbst­er­nannten „Minister of Herbs“ wurde 1980 in Deutschland wegen “Jugend­ge­fährdung” verboten, wurde aber massenhaft weiter offen verkauft. Die Indizierung hielt nur bis 2005.

Gewinner der Cannabis-Illegalität: Die Mafia

Heute, ein halbes Jahrhundert später, ist aus der Urlaubs­mit­brings­el­ro­mantik ein knall­hartes Geschäft des organi­sierten Verbre­chens geworden. Das Dealen ist kein Ferien­ver­gnügen mehr. Es findet statt auf logis­tisch präzise durch­ge­planten Welthan­dels­wegen. Die reichen von Europa aus bis tief ins unzugäng­liche Afghanistan. 

Laut Bundes­kri­mi­nalamt (BKA) werden pro Jahr in Deutschland 16,9 Tonnen Marihuana und 2,8 Tonnen Haschisch sicher­ge­stellt. Der Konsum findet überall statt: in Wohnzimmern, auf der Straße im Park. 

Erkennt­nisse des Beauf­tragten der Bundes­re­gierung für Sucht- und Drogen­fragen zeigen: Fast 4,5 Millionen Erwachsene greifen regel­mäßig zu Cannabis. Das sind 8,8 Prozent aller 18- bis 64-jährigen. Etwa 11,6 Milli­arden Euro lassen sich das die Konsu­menten jedes Jahr für Haschisch, Marihuana und andere Canna­bis­pro­dukte kosten.

Diese gigan­tische Gelddruck­ma­schine für das Verbre­chertum voraus­ahnend empfahl der “Haschisch-Report” schon 1970:

“… Haschisch aber, so übel einem davon auch werden kann, macht nicht süchtig, und daher macht es nicht ohne weiteres krank.” 

Rudolf Walter Leonhard

Der Journalist vollzog mit dieser Erkenntnis, was Mediziner schon ein Jahrzehnt vorher über Cannabis festge­stellt hatten. Anfang der 1960er Jahre hatte das ehrwürdige britische Ärzte­blatt “The Lancet” ungehört geschrieben, man solle Marihuana von der Liste der Rausch­gifte streichen, seinen Verbrauch legali­sieren und ihm “denselben sozio­lo­gi­schen Status wie dem Alkohol” geben. Hören wollte das niemand.

In London fing alles an

Leonhard, die ZEIT und der “Haschisch-Report” waren nicht der Ursprung der dann aufkei­menden politisch orien­tierten Legalize-It-Bewegung. Er liegt an der Londoner Adresse 50, Princedale Road, Holland Park. Dort, in ihrem kleinen Wohnhaus, etablierte die britische Journa­listin Caroline Coon Ende der 1960 Jahre zwischen Schlaf­zimmer und Küche zusammen mit dem Künstler und Juristen Rufus Happy Jukuri Harris die Bewegung Release (engl. Freigabe). Es war eine Selbst­hil­fe­be­wegung von Drogen­ab­hän­gigen mit gesell­schafts­ver­än­dernden Absichten “gegen die Krimi­na­li­sierung von Drogen­ab­hän­gigen und für die Etablierung einer angemes­senen Hilfe­st­ruktur”.

Beim Protest ließ es Release nicht sein. Die Aktivisten schufen in einer bis heute nachwir­kenden Pionier­arbeit erste Grund­lagen für Akzep­tie­rende Drogen­arbeit. Die betrachtet Drogen­ab­hängige nicht als Krimi­nelle, sondern als Opfer, die nicht den Knast, sondern in die Therapie mit Ziel Verhal­tens­än­derung gehören. 

Die Idee war, dass die Drogen­szene sich ohne Staats­ein­mi­schung quasi selbst heilen sollte, aber nicht, indem sich Abhängige dem “System” ergaben (das einen ja – so die Denke – ) kaputt­ge­macht hatte, sondern um drogen- und zugleich politisch frei zu werden. Es ging um den Kampf kaputt­ma­chender harter Drogen, während Cannabis als anerkannte softe Berei­cherung des subkul­tu­rellen Lebens galt – deshalb: Legalize it!

Coon und Harris arbei­teten eng mit anderen Aktivisten, Politikern und Experten zusammen, um Druck für eine progressive Drogen­po­litik aufzu­bauen. Release ist bis heute in London aktiv und leistet unter anderem Beratungs­arbeit für die Vereinte Nationen.

Zurück ins Jahr 1967. 

Cannabis: Aufstand gegen das Establishment

Auslöser für Coons Engagement war eine Gerichts­ver­handlug in London. Dabei standen die Rolling-Stones-Berühmt­heiten Keith Richards und Mick Jagger sowie dessen damalige Freundin Marianne Faithfull zum ersten Mal wegen Drogen­konsums vor dem Kadi. Und das kam so:

Das feier­freudige Trio hatte auf Richards’ Anwesen „Redland“ in Sussex eine Hasch-Party veran­staltet. Die Polizei hatte davon Wind bekommen. Als die Krimi­nalen zur Razzia kamen öffnete Faithful die Tür – nur bekleidet mit einem Pelzmantel, darunter nackt. Später fragte der Richter die Angeklagten, ob so etwas in Gegenwart von Männern „normal“ sei. Die Antwort:

„Wir sind keine alten Männer. Wir kümmern uns nicht um so klein­liche Moral.“

Keith Richards

Damit war auch das geklärt.

Der Satz des Keith Richards fasst zusammen, was die Legalize-It-Bewegung war: Ausdruck der Rebellion junger Menschen gegen das “Estab­lishment”. Dazu gehörte das Recht auf Rausch oder “Bewusst­seins­er­wei­terung”. Manche trieben es auf diesem Trip mit verhee­renden Drogen wie LSD, Heroin oder Kokain zu weit. Ihnen bot Release London täglich rund um die Uhr Rechts- und Thera­pie­bei­stand an. Dazu verteilten Coon und Mitstreiter in der Szene sogenannte Verhaf­tungs­karten (Bust Cards) mit kurzen Ratschläge für den Fall einer Festnahme. Zu den Kunden gehörten die Beatles­mit­glieder John Lennon und George Harrison. Letzterer spendete 1969 exakt 5.000 Pfund Sterling.

Pop, Punk und Police

Mitstreiter Rufus, der bekannt für seine Fähigkeit war, strenge Londoner Bobbies in Minuten­schnelle handzahm zu quatschen, rief eine Reihe von Sonntags­kon­zerten ins Leben. Dabei sammelte er Geld zur Unter­stützung der “alter­na­tiven Gesell­schaft”, von der sie träumten. 

Harris starb unter tragi­schen Umständen schon früh mit 61 Jahren. Coon – inzwi­schen 79 Jahre alt – ist immer noch eine gefragte Figur der briti­schen Kunst­szene. Sie ist inter­na­tional bekannt als Malerin, Autorin und Feministin. Außer für die Freigabe von Drogen hat sie sich auch für Legali­sierung von Sex-Arbeit engagiert.

Coon kam aus der Unter­grund­be­wegung rund um die briti­schen Kunst­schulen und spielte eine zentrale Rolle in der Londoner Punkszene. So managte sie die nordirische Band “The Clash” von 1978 bis 1980 und fotogra­fierte 1977 das Debüt­sin­gle­cover “White Riot”, die den bürger­kriegs­ar­tiger Identitäts- und Macht­kampf im Norden der Insel Irland thema­ti­sierte. Selbst die Anfänge von “The Police” begleitete Coon grafisch mit dem ersten Cover für den Superhit “Roxanne”, der sich – in Deutschland kaum bekannt – um die Rotlicht­szene der Prosti­tu­ierten dreht.

Mit dem aggres­siven Punk geriet die einst in sanfte Hippie­t­räume einge­bettete Legalize-It-Szene in härteres Fahrwasser. Coon erinnert sich:

“Als die psyche­de­lische Verheißung der Flower Power der 1960er Jahre in der düsteren Wirtschafts­krise der 1970er Jahre verblasste, änderte sich der Protest und wurde heftiger, da die Regierung sich weigerte, auf die fried­lichen Forde­rungen nach einer plura­lis­ti­scheren und gleich­be­rech­tigten Gesell­schaft einzu­gehen. Die Polizei wandte sich gegen eine neue Generation von Jugend­lichen, insbe­sondere gegen schwarze Jugend­liche, die gegen Rassismus protestierten.”

The T‑Shirt Story, by Caroline Coon
“Haschu Haschisch in den Taschen haschu immer waschu naschen,” intonierte Schla­ger­sänger Bill Ramsey 1970 zum Entsetzen des Establishments

Auch in Deutschland wuchs die Release-Szene aus dem gesell­schafts­kri­ti­schen Milieu heran. Eine Art spiritus rector war der Haupt­pastor der evange­li­schen Kirche Sankt Jacobi (Hamburg). Aus einem seiner regel­mäßig stark besuchten “Kriti­schen Gottes­dienste” entstand im Jahr 1970 nach einer Predigt zum Thema Drogen eine Initiative für konkrete Drogenhilfe.

Deutscher Cannabis-Ungehorsam

Schulz’ “Verein zur Bekämpfung der Rausch­gift­gefahr in Hamburg e.V.” war das erste deutsche Release-Center. Er bestand aus betrof­fenen Usern, Thera­peuten und verant­wor­tungs­be­reiten Bürgern (zu denen auch der Autor dieses Textes gehörte). Erst gab es Telefon­be­ratung, dann die erste thera­peu­tische Wohnge­mein­schaft . Dazu akqui­rierte der Verein ein abgele­genes Haus in Geest­hacht bei Hamburg. Dort unter­zogen sich 15 junge Menschen unter Profil­eitung dem Entzug – finan­ziert vom Senat der Freien und Hanse­stadt… was für ein Durchbruch!

Damalige Weltsicht: “Nach einigen Jahren, so bei dreißig: Resignation, früh altern, drogen­ge­schädigt, abhängig von Staats­hilfe, Anstalt oder Klein­kri­mi­neller im Knast oder Klein­bürger im neuen Modelook, im schicken Wohnzimmer mit Frau allein, morgens hoch zum Job, abends bematscht auf die Matte. Alt werden, Rente, Kreislauf, Beerdigung, vielleicht bringt es einer auch zum Nachruf. Darum Release!”

“Helft euch selbst! Der Release-Report gegen die Sucht”, rororo 1971

Klar tummelten sich auch fragwürdige Kräfte in den Reihen der gesell­schafts­müden alter­na­tiven Anti-Krimi­na­li­sie­rungs­be­wegung. So trieb einige der Anarcho­spruch um “High sein, frei sein, Terror muss dabei sein!” So dachte wohl der damalige Hamburger Hausbe­setzer und später wegen Terro­rismus zu zweimal lebens­langer Freiheits­strafe verur­teilte Karl-Heinz Dellwo, der kurze Zeit das Wort schwang, bevor er in den Unter­grund abtauchte. Heute ist Release in Deutschland in der öffent­lichen Sucht­hilfe aufge­gangen und in London brav als offizielle Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sation regis­triert.

Der erdver­bundene Pastor Schulz hielt indessen vor Ärzte­kon­gressen, politi­schen Gruppen und sozial­the­ra­peu­ti­schen Einrich­tungen Vorträge über die neuen Erfah­rungen der Drogen­the­rapie. Zwei seiner Bücher wurden wichtige Infor­ma­ti­ons­quellen für die Drogen­arbeit in den 70er und 80er Jahren.

Der “gottlose” Cannabis-Pastor

Dr. Paul Schulz, Ex-Pastor und nun beken­nender Atheist / Foto: Hamburger Abendblatt

Schulz entzweite sich mitten in der Arbeit mit seinem eigent­lichen beruf­lichen Umfeld – er leugnete entschei­dende christ­liche Glaubens­lehren. Nach dem ersten protes­tan­ti­schen Ketzer­prozess gegen einen amtie­renden Pastor seit 1918 musste der sozial und politisch bewegte Geist­liche die luthe­rische Kirche verlassen. Der damals 41jährige hatte die These aufge­stellt: “Gott gibt es nicht.” Fortan titulierten die Medien ihn als “Kirchen­rebell“ und „Ketzer­pastor“ .

Progressive Sozial­ar­beiter und ehemalige Drogen­ab­hängige setzten die Arbeit eher im Verbor­genen fort. Release-Initia­tiven entstanden in Berlin, Bremen, Frankfurt am Main, Heidelberg und München. Sie durchlief etliche Wandlungen und gingen meistens in etablierte Träger der Drogen­hilfe auf. Enier davon ist der bekannte hambur­gische Sucht­hil­fe­träger jugend hilft jugend e.V.

Schulz wurde Organi­sator einer Hamburger Popmusik-Location, leitender Manager der Hamburger Bavaria-St. Pauli-Brauerei und schließlich gründete er eine Senio­ren­aka­demie, die er bis heute ohne jegliche Zuschüsse immer noch leitet.

Nicht mehr Legalize it! sondern It’s legalized!

Cannabis Konsumentin Zigarette

Ein bisschen Lustgewinn für alle…

Festzu­halten bleibt: Die Anfänge der deutschen Bewegung zur Freigabe von Cannabis liegen in der Hippie­szene und in der Außer­par­la­men­ta­ri­schen Opposition (APO). Ihre Trieb­feder waren das Aufbe­gehren gegen “Spießiges”. Es ging um das Streben nach einer besseren und selbst bestimmten Welt.

Die Release-Bewegung hat dauer­haften Einfluss auf Drogen­po­litik hinter­lassen. Caroline Coon, Rufus Harris, Paul Schulz und viele andere waren wichtige Figuren in der Geschichte der Drogen­re­form­be­wegung. Dass Cannabis jetzt in Deutschland entkri­mi­na­li­siert worden ist, das ist zum großen Teil ein Erbe ihres Wirkens.

Erinne­rungen: “Wann immer ich einmal wieder in meinem Haschisch-Report blätterte: Es stand da kein Wort, das ich nicht wieder geschrieben hätte.

Rudolf Walter Leonhard

An die besorgten Eltern eines Haschisch rauchenden Schülers: “Und um nicht mit so großen Worten zu schließen: Wir wollen auch jedem sein bißchen Lustgewinn gönnen und hoffen, er gönnt ihn anderen auch.

Mit freund­lichen Grüßen,

Ihr sehr ergebener
Rudolf Walter Leonhard” (1970)

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