Von Wolf Achim Wiegand

Darmstadt (waw) – Bei vielen Menschen ist die Europäische Weltraum­or­ga­ni­sation (ESA) ziemlich unbekannt. Dabei bezeichnet sie sich selbst als “Europas Tor zum Weltraum” – zu Recht. Über das Haupt­quartier in Paris und das Europäische Satel­li­ten­kon­troll­zentrum (ESOC) in Darmstadt “koordi­niert und fördert” die ESA die Entwicklung der europäi­schen Raumfahrt, heißt es auf der ESA-Website.

Damit Europa im Weltraum präsent ist und forschen kann steht der ESA ein Budget von 6,7 Mrd. Euro (2020) zur Verfügung. Das ist natürlich ein Klacks gegen den 22 Mrd.-Euro-Haushalt der US-Weltraum­be­hörde NASA oder die vermu­teten 18 Mrd. Euro, die das private Unter­nehmen SpaceX zur Verfügung hat. Dafür leisten die zirka 2.200 ESA-Mitar­beiter hochspe­zia­li­sierte Aufgaben, beliefern NASA und auch SpaceX mit Spitzen­pro­dukten und schießen vom EU-Raumhafen Kourou in Guinea aus selbst Satel­liten mit eigenen Raketen ins All.

Video: Eine Reise in den Weltraum – nicht sooo ernst gemeint…

Momentan sind 22 Staaten ESA-Mitglieder. Sinn ist es, kaum bezahlbare nationale Allein­gänge zu unter­lassen und das Können und Wissen ganz Europas zu bündeln. Hauptziel ist ein gemein­sames Weltraum­pro­gramm. Dazu gehören Ziele wie:

  • Erfor­schung der Erde und ihres unmit­tel­baren Umfelds, des Sonnen­systems und des Universums,
  • Entwicklung satel­li­ten­ge­stützter Techno­logien und Dienstleistungen,
  • Förderung europäi­scher High-Tech-Industrien. 

Und das sind die Mitglieds­staaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frank­reich, Griechenland, Großbri­tannien, Irland, Italien, Luxemburg, die Nieder­lande, Norwegen, Öster­reich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tsche­chische Republik und Ungarn.


Entdecke mehr von http://www.european.expert

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E‑Mail zu erhalten.