“Europa im Blickpunkt – Wiegand wills wissen” – Kolumne für FORUM – Das Wochenmagazin. Heute: Die Präsidentenwahl in den USA lässt die Krise der Europäischen Union (EU) weiter aufblitzen. Europa kann nicht damit rechnen, dass die künftige Donald-Trump-Administration im Weißen Haus auf Europa fokussiert ist. Allerdings: Die EU erodiert auch von innen.
Europa im Blickpunkt – EU in der Krise – Fotos: KI

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen
Europa im Blickpunkt – EU in der Krise
Nach der US-Präsidentenwahl ist Europa so schlau wie zuvor. In allen 27 EU-Hauptstädten ist nur eines klar: Es ist so gut wie Nichts klar. Denn wie das künftige Team im Weißen Haus unter Donald Trump mit den transatlantischen Partnern genau umzugehen gedenkt, bleibt nebulös.
Die Lehre daraus heißt: So, wie bisher, kann es für uns in Europa nicht weitergehen. Alle Signale zeigen, dass unsere Zukunft nicht mehr länger von den Launen einer Supermacht abhängig sein darf. Die USA werden den Blick bald von ihrer Ostküste weg in Richtung Westen über den Pazifik nach China fokussieren. Dann sind unsere Eigenkräfte gefragt.
Problem: Wir erodieren von selbst und von innen. Vor allem in Osteuropa ist die EU kein begehrter Sehnsuchtsort mehr. Im Mitgliedsland Bulgarien ist fast jeder dritte Abgeordnete ein extremer EU-Gegner. Ungarns Viktor Orbán setzt mehr auf Russland und China als auf die EU. Auch die Slowakei unter Robert Fico setzt sich ab. Das EU-Beitrittsreferendum beim Mitgliedsaspiranten Moldau ging nur hauchdünn positiv aus. Beim anderen EU-Interessenten Georgien ist das Russland-Lager am Ruder.

EU in der Krise – Reformen müssen her
Das alles sollte keine Kopfschmerzen bereiten, sondern die eigene Nase jucken lassen. Fassen wir uns an dieselbe, müssten wir erkennen: Das europäische Modell hat an Strahlkraft verloren. Vorbei sind die Zeiten, als Brüssel nur die Arme ausbreiten musste, um Beitrittswillige aufzufangen. Millionen Menschen – auch den vielen internen Links- und Rechtspopulisten – ist die EU zu intransparent, zu komplex, zu träge. Brüssel, wir haben ein Problem!
Deshalb: Sattheit und Zurücklehnen reicht nicht mehr. Die EU muss sich neu erfinden und wieder echte Anziehungskraft bieten. Lasst uns daran arbeiten!
Eine Kolumne von Wolf Achim Wiegand, freier Journalist mit EU-Spezialisierung
Europa im Blickpunkt – EU in der Krise
Nächste Woche mehr aus Europa.
Europa im Blickpunkt – EU in der Krise
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