Europa Woche 2025/02 Musk Trump Biden: Was geschah Spannendes in Europa-Woche 2025/02? Was hat die öffent­lichen Diskus­sionen und politi­schen Initia­tiven in Europa angetrieben? Was beschäf­tigte die Europäische Union, das Europäische Parlament und die EU-Kommission? Hier meine Nachrich­ten­auswahl im Europa Blick­punkt

  • Musk mischt Europa mit rechts­extremen Posts auf – Weidel (AfD) ist’s recht so. Scrolle weiter⤵️.
  • Maßlose Forde­rungen des Demnächst-Präsi­denten Donald Trump nerven die EU. Details: Unten ⤵️.
  • Wehmut beim letzten Treffen der Ukraine vor dem Macht­wechsel in den USA … Siehe unten ⤵️.

Das alles und noch viel mehr: von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)

Europa Woche 2025/02 Musk Trump Biden

Musk talkt mit Weidel – wie teuer wird das jetzt? 

So ähnlich hätte es wohl ausge­sehen, wenn der X‑Space visuell gewesen wäre…

Das gestern Abend geführte Live-Gespräch zwischen AfD-Spitzenfrau Alice Weidel und US-Rechts­aus­leger Elon Musk auf seiner Plattform X ist in Brüssel genau verfolgt worden. EU-Beamte prüften, ob das Event gegen Gesetze verstoßen hat. In Frage kommt der Tatbe­stand einer verbo­tenen auslän­di­schen Wahlkampf­spende oder die Ausnutzung eines Monopols zur Ausschaltung von Wettbe­werbern. Verläuft die Auswertung positiv, droht Musk ein Milliardenstrafgeld. 

I do not know what to continue… – So beendete Alice Weidel abrupt nach 60 Minuten den Talk mit Elon Musk. Der US-Tüftler schien etwas enttäuscht über das niedrige Niveau des Events.

Unter­dessen schoss der Multi­mil­li­ardär weiter medial auf den sozial­de­mo­kra­ti­schen Premier­mi­nister von Großbri­tannien, Keir Starmer. Auf X ließ er abstimmen, ob die USA das britische Volk von seiner “tyran­ni­schen Regierung” befreien sollte. Der Trump-Vertraute behauptet, Starmer habe als früherer General­staats­anwalt zu wenig gegen Kindes­miss­brauch durch islamische Migranten getan. rp-online.de euractiv.de


Trump & Musk: Schweigende EU – Besorgtes Dänemark

Mit Schweigen hat die EU zunächst auf Aussagen des baldigen US-Präsi­denten Donald Trump reagiert. Er hatte unter anderem gedroht, das NATO-Land Dänemark zu sanktio­nieren, falls es Grönland nicht an die USA hergebe. Ein Kommis­si­ons­sprecher sagte, er kommen­tiere keine „hypothe­ti­schen Szenarios“.

Der öffentlich-recht­liche Sender Danmarks Radio meinte: Trumps Drohungen könnten „zur größten außen­po­li­ti­schen Krise“ des mit Grönland verbun­denen König­reiches führen. Die Zeitung “Politiken” forderte, Europa solle “gemeinsam klar gegen Trumps unange­mes­senes Eingreifen sprechen.”

Unter­dessen hat Frank­reichs Präsident Emmanuel Macron für eine gesamt­eu­ro­päische Armee aus willigen Kernstaaten geworben. Die deutsche Wirtschafts­weise Veronika Grimm rät sogar dazu, in Europa „eigene Kernwaffen zu entwi­ckeln und aufzu­stellen“. Das könne die EU unabhän­giger von allen Seiten machen. faz.net/aktuell (Grimm) euronews.com/video (Macron) dr.dk/nyheder (Danmarks Radio)

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Verzagtes Europa: Der vom künftigen US-Präsi­denten Donald Trump angekün­digte Politik-Tsunami hat eineinhalb Wochen vor seiner Amtsüber­nahme Erstaunen, Hektik und Nachdenken ausgelöst. Quasi im Stundentakt schwappen die Wellen vom anderen Ufer des Großen Teiches heran. Sie treffen auf einen bröse­ligen Kontinent. Etliche EU-Staaten (auch Deutschland) ringen um stabile Regie­rungen. Zugleich streiten und blockieren sie sich. 

Ist es denn ein Wunder, dass die EU so ein schönes, buntes Einfallstor für selbst­er­nannte Weltpo­li­tiker ist? Eigen­nützige Oligarchen nutzen ohne finan­zi­elles Limit alle Möglich­keiten der medialen Globa­li­sierung zum Gift-und-Galle-Spucken aus – ein General­an­griff auf unsere Demokratien. Und unsere Lenker? Die wirken überwiegend klein oder ducken sich weg. So wird es nichts mit der Vertei­digung unseres freien Lebens­stils und unserer abend­län­di­schen Werte! waw

Donald Trump verachtet die EU, weil sie eine Demokratie ist. - So sieht es Sandra Navidi. Die deutsche Juristin, Autorin und Fírmen­grün­derin erwartet Macht­kämpfe im Trump-Team. n‑tv.de


Österreich bald “ehrliche” Putin-Bastion?

Die KI hat den Kickl nicht ganz getroffen, aber als Karikatur reicht es…

Herbert Kickl (FPÖ), der wohl nächste Bundes­kanzler von Öster­reich, hat seine Vorstel­lungen für eine Koalition skizziert. Diese soll nach Koali­ti­ons­ver­hand­lungen mit der konser­va­tiven Volks­partei (ÖVP) entstehen. Als Motto eines blau-schwarzen Bündnisses nannte der scharf rechts ausge­richtete Politiker: „Öster­reich ehrlich regieren.“

Kickls Worte haben in der Alpen­re­publik Sorge bis Hoffnung ausgelöst. Die Einen fürchten großen Schaden für Öster­reich durch eine innen­po­li­tisch autoritäre sowie russland­freund­liche und EU-kritische Politik. Andere wünschen die Verän­de­rungen oder denken, dass Kickl seine knall­harten Wahlkampf­po­si­tionen abschwächen wird. 

Der 56-jährige Ex-Innen­mi­nister ist der Chef der größten Partei, die fast 30 Prozent erreicht hat. Er bildet die Regierung. Denn Konser­vative, Sozial­de­mo­kraten und Liberale konnten keine Dreier-Koalition zustande bringen. merkur.de derstandard.at (Wiener Podcast)

Keine Spielchen, keine Tricks, keine Quertrei­berei – Kickl droht den möglichen Koali­ti­ons­partnern schon jetzt youtu.be


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SocialMedia-Machtprobe: 

Die EU-Kommission hat den weltweit führenden Social­Media-Betreiber Mark Zuckerberg davor gewarnt, sein unabhän­giges Fakten­check-Programm auf den Platt­formen Facebook und Instagram nach den USA auch in Europa auszu­rollen. Ein Sprecher verwies auf recht­liche Vorgaben zum Schutz vor Desin­for­ma­tionen. Beim Zuwider­handeln drohten hohe Geldstrafen. Zuständig für ein Verfahren wäre die neue EU-Digital­kom­mis­sarin Henna Virkkunen (konser­vativ, Finnland).

Das Wirtschafts­ma­gazin Capital bewertet die EU-Drohung als ein Zeichen, dass sich Europa „nicht von ameri­ka­ni­schen Milli­ar­dären schika­nieren lässt.“ Laut Rechts­experten hat Meta in Europa juris­tisch betrachtet nicht viel Spielraum, eine Kehrt­wende wie in den USA umzusetzen. deutschlandfunk.de capital.de/wirtschaft lto.de/recht 


Ukraine-Zuspruch vor Trump-Antritt:

Zehn Tage vor der Amtsüber­nahme des gewählten US-Präsi­denten Donald Trump haben die gut 50 Unter­stüt­zer­staaten der russisch überfal­lenen Ukraine ein letztes Mal vor dem Washing­toner Wechsel in alter Runde ihre Strategie festgezurrt. 

Auf dem deutschen US-Luftwaf­fen­stütz­punkt Ramstein rief der noch amtie­rende US-Vertei­di­gungs­mi­nister Lloyd Austin zu weiterer dauer­hafter Unter­stützung der Ukraine auf. Er kündigte ein neues Hilfs­paket von 500 Mio. Dollar mit Luftab­wehr­ra­keten und Marsch­flug­körpern für F16-Jets an. Bundes­ver­tei­di­gungs­mi­nister Boris Pistorius hatte weitere Lenkflug­körper im Gepäck.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj bat für die Runde für die Zeit nach dem 20. Januar um mehr Koope­ration und bessere Ergeb­nisse. Die EU-Außen­be­auf­tragte Kaja Kallas versprach genau das. tagesschau.de ardmediathek.de (O‑Ton Pistorius)


Polens pragmatische Pläne:

Seit dem Jahres­wechsel hat Polen turnus­gemäß die EU-Ratsprä­si­dent­schaft inne. Damit ist die umstrittene Amtszeit des abweich­le­risch gestimmten Ungarns als Koordi­nator europäi­scher Minis­ter­treffen beendet. Regie­rungschef Donald Tusk hat in Warschau erklärt, sein Ziel sei es, in diesem Jahr ganz auf Sicherheit zu fokus­sieren. Dies sei wichtig, während Europa mit geopo­li­ti­schen, energie­po­li­ti­schen und wirtschaft­lichen Heraus­for­de­rungen kämpft. In der Ukraine-Politik ist er pragma­tisch und setzt auf die USA. 

Dennoch haben Beobachter nicht allzu hohe Erwar­tungen an die polnische EU-Führung. Das Land liegt bei Migration und Landwirt­schaft mit Brüssel über Kreuz. Außerdem schränken innen­po­li­ti­scher Druck und anste­hende Wahlen den Radius des liberal-konser­va­tiven Politikers ein. handelsblatt.com euractiv.de

Nec temere, nec timide (Weder ängstlich noch furchtsam) – Das ist der latei­nische EU-Leitspruch von Polens Regie­rungschef Donald Tusk

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Zeitenwende beim Gas:

Die Bratis­lavaer Burg 

„Passend“ zum Winter­ein­bruch fließt erstmals kein russi­sches Gas mehr über die Ukraine nach Europa. Zum Ende des Transit-Abkommens hatte der Kreml die Durch­leitung beendet. Die Liefe­rungen waren zuvor trotz des Krieges weiter­ge­strömt. Die russland­freund­liche Regierung der angren­zenden Slowakei hat sich als einzige in der EU noch nicht um andere Quellen gekümmert. 

Nun macht die Regierung in Bratislava die Ukraine für ausblei­bendes Gas verant­wortlich. Sie will Flücht­linge aus dem Nachbarland sanktio­nieren. Andere Europäer impor­tieren längst Gas aus Norwegen, den USA und Katar, was aber teuer ist. Die EU plant, spätestens bis 2027 sämtliche Energie­im­porte aus Russland zu stoppen. n‑tv.de deutschlandfunk.de (Auswir­kungen)

Das ist ein histo­ri­sches Ereignis. Russland verliert seine Märkte und wird finan­zielle Verluste erleiden – Der ukrai­nische Energie­mi­nister Herman Haluscht­schenko sieht eine Zeitenwende

Ein Herz und eine Seele:

Gut zwei Wochen vor dem Präsi­den­ten­wechsel in den USA entpuppt sich Italiens Regie­rungs­chefin Giorgia Meloni als bevor­zugte Gesprächs­part­nerin für Donald Trump. Die weit rechts­ste­hende Politi­kerin besuchte den gewählten Staatschef am Wochenende. Sie traf sich mit ihm auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) und dinierte mit ihm. Gesprächs­in­halte sind unbekannt.

Mögli­cher­weise traf Meloni auch den milli­ar­den­schweren Trump-Berater Elon Musk, den sie als „genialen Mann“ gelobt hat. Auch Trump schwelgte. Er meinte laut Reportern voller Begeis­terung: „Giorgia hat Europa wirklich im Sturm erobert.“ welt.de

Russen suchen Unterschlupf: 

Nach dem plötz­lichen Umsturz islamis­ti­scher Kräfte in Syrien hat Russland seine Militär­stütz­punkte in dem konflikt­reichen Nahostland verloren. Moskau sucht daher nach neuen Nieder­las­sungen. Mit der Flotten­basis Tartus hat der Kreml seine bislang einzige Marine­basis außerhalb des russi­schen Festlands aufgeben müssen. Somit verfügt Präsident Wladimir Putin derzeit über keine U‑Boote im Mittelmeer.

Nun vermuten Geheim­dienste, dass Russland die Hafen­stadt Tobruk in Libyen (nahe Kreta, Griechenland) ansteuert. Der Endpunkt einer Erdöl­pipeline ist Sitz der vor Rebellen aus Tripolis geflüch­teten Regierung und des Parla­ments Libyens. navalnews.com

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Europawoche 2024/35

40.000

Das ist die Anzahl der Menschen, die ungefähr für die Insti­tu­tionen der EU arbeiten. Gut 40.000 entspricht etwa Einwoh­nerzahl einer mittel­großen Stadt. Die EU ist aber zuständig für rund 450 Millionen Menschen… 

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Europawoche 2024/35

Neue EU-Regeln zur Geschlechterbalance:

Neue EU-Richt­linie für börsen­no­tierte Firmen! Bis Juni 2026 müssen sie mindestens 40% der unter­re­prä­sen­tierten Geschlechter einstellen. Das betrifft nicht-exekutive Direk­toren. Bei den Direk­toren beträgt die Quote 33%.

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