Papst Weltkrieg Merz Rumänien Woche 2025/19: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Wochen­rück­blick. Nachrich­ten­auswahl ⤵️. Unter anderem: ▶️ Gedenken an den Weltkrieg. ▶️ Neuer Bundes­kanzler Merz. ▶️ Rumänien rast nach rechts. EXTRA: VATIKAN PAPST LEO XIV

Europa Themen
  • EUROPA: 80 Jahre nach WK II neue Gefahren. Scrolle⤵️.
  • DEUTSCHLAND: Merz macht mobil, Kreml keift. Mehr: ⤵️.
  • RUMÄNIEN: Rechtsruck zwickt NATO und EU. Details: Unten⤵️.

Von WOLF ACHIM WIEGAND (Alle Fotos: KI)

Papst Weltkrieg Merz Rumänien Woche 2025/19

Robert Francis Prevost, ein aus Chicago gebür­tiger US-Kardinal, wurde als zweiter Ameri­kaner der katho­li­schen Kirchen­ge­schichte zum Papst gewählt. Er folgt direkt auf den Argen­tinier Papst Franziskus. Als Leo XIV. wird der 69-jährige Augus­ti­ner­mönch nach Meinung von Beobachtern die Europa­zen­triertheit des Vatikans weiter in Richtung anderer Weltteile aufbrechen. Er ist auch Staats­bürger von Perú.

Kommis­si­ons­prä­si­dentin Ursula von der Leyen gratu­lierte Minuten nach Bekanntgabe des Namens: „Die EU ist bereit, eng mit dem Heiligen Stuhl zusam­men­zu­ar­beiten, um den globalen Heraus­for­de­rungen zu begegnen.“ Spaniens Regie­rungschef Pedro Sánchez wünschte dem 267. Papst ein “Ponti­fikat zur Vertei­digung der Menschen­rechte“. Polens Präsident Andrzej Duda meinte auf X, die Wahl sei ein „tief bewegender Moment“. domradio.de

Er ist kein Trump-Fan und von seinen Einstel­lungen her jemand, den sich Franziskus gewünscht hätte. Die Zeiten des italie­ni­schen Papstes sind vorbei, er ist ein globaler Papst. – So ordnet Vatikan-Experte Andreas Englisch den neuen Papst ein

Europa Politik

Es gibt einige Wolken über unseren Köpfen. – Roberta Metsola, Präsi­dentin des Europäi­schen Parla­ments, sieht neben Sonne auch Schatten in Europa

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Merz macht mobil, Kreml keift kräftig:

Am ersten Tag seiner Kanzler­schaft hat Friedrich Merz den Gegenwind aus Russland gespürt. Der Kreml erwarte von ihm keine besseren Bezie­hungen, so Außen­amts­spre­cherin Maria Sacharowa. Sie geißelte ärgerlich „kriegs­lüs­terne“ und „russo­phobe“ Aussagen. Eine „Liebes­be­kundung“ (Love-in) sah das EU-Newsportal Euractiv hingegen in der Merz-Auftakt­visite in Paris. Dort verein­barte Merz mit Präsident Emmanuel Macron einen gemein­samen Vertei­di­gungs- und Sicher­heitsrat. Keine Romanze gab es jedoch zwischen Merz und Macron beim Freihandel – man hat Differenzen.

In Warschau, der zweiten Station des ersten Kanzler­ar­beits­tages, wünschte sich Innen­mi­nister Tomasz Siemoniak ein rasches Treffen mit Neukollege Alexander Dobrindt. Er wolle die Grenz­si­cherheit besprechen. Später mahnte Premier Donald Tusk Merz, Polen werde die Verbringung von Migranten „nicht akzep­tieren“. Das war eher unter­kühlte Liebe… euractiv.com sueddeutsche.de

Rechtsruck ruiniert Rumänien-Regierung:

Nach dem Erdrutschsieg des russland­freund­lichen Ultra­na­tio­na­listen George Simion (über 40 %) bei der ersten Runde der Präsi­dent­schaftswahl ist das NATO- und EU-Land Rumänien in eine Regie­rungs­krise gerutscht. Der sozial­de­mo­kra­tische Kabinettschef Marcel Ciolacu ist mit seiner Partei aus der proeu­ro­päi­schen Vierpar­teien-Koalition ausgetreten. 

Nun rätselt das bürger­liche Lager über Erfolgs­re­zepte für die Stichwahl am 18. März. Dabei trifft Simion auf den zweit­plat­zierten partei­losen Mathe­ma­tiker und Bukarester Bürger­meister Nicușor Dan (fast 21 %). Der muss alle Tradi­ti­ons­par­teien hinter sich einen – ein Problem, weil Millionen Rumänen Frust über Korruption und politische Ränke­spiele empfinden. 

Die Rumänen in Deutschland haben zu fast 80 % den 38-jährigen EU-Gegner Simion gewählt. Das Votum hat inter­na­tionale Bedeutung, weil der Präsident die Außen- und Vertei­di­gungs­po­litik lenkt und den Regie­rungschef benennt. derstandard.at dw.com/de 

“Wir sind die Partei, die für Freiheit, für den christ­lichen Glauben, für die Familie und für unser Land steht. Wir stimmen vollkommen mit der MAGA-Ideologie überein. - So outet sich George Simion, der womöglich künftige Präsident Rumäniens

Rechtsruck auch in England:

In Großbri­tannien ist die extreme Rechte quasi über Nacht aufge­stiegen. Sie ist eine ernst­zu­neh­mende Kraft in der Politik geworden, jeden­falls im Landesteil England. Die Partei „Reform UK“ – Anti-Migration, Anti-Islam – hat bei Kommu­nal­wahlen enorme Gewinne erzielt. Zum ersten Mal in 100 Jahren sind Konser­vative und Labour nicht mehr die dominie­renden Kräfte in England.

Nach der am Wochenende beendeten Auszählung kontrol­liert die Partei des Unter­haus­ab­ge­ord­neten und Ex-Invest­ment­bankers Nigel Farage mehrere lokale Räte und Bürger­meis­ter­ämter. Außerdem ergat­terte die Natio­na­listen einen Unter­haussitz der regie­renden Labour Party. Konser­vative, Liberale und Grüne wurden bedeu­tungslos. Besonders stark war „Reform UK“ in prekären „Left-behind“-Regionen. bbc.com/news cicero.de/aussenpolitik 

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Justiz ermittelt gegen AfD-Politiker:

Die Staats­an­walt­schaft ermittelt erneut gegen den deutsch-tsche­chi­schen AfD-Politiker Petr Bystron. Er steht unter dem Verdacht der Korruption und des Steuer­be­trugs. Das Europäische Parlament hat seine Immunität ein zweites Mal aufgehoben. 

Der 52-jährige Ex-Bundes­tags­ab­ge­ordnete und heutige Europa­po­li­tiker soll laut Ankla­ge­be­hörde München Geld vom inzwi­schen verbo­tenen Pro-Russland-Portal “Voice of Europe” erhalten haben. Er soll es gewaschen haben. Dafür habe Bystron in Berlin im Sinne des Kremls agiert. Bayerische Ermittler hatten das Büro des Politikers und seine Wohnadresse durch­sucht. Er weist die Vorwürfe zurück. br.de/nachrichten

„Major Tom“ will EU-Kriegs­wirt­schaft:

Der frühere Chef des europäi­schen Luftfahrt­kon­zerns Airbus, Tom Enders, macht Europa Vorwürfe. Er sieht Versäum­nisse in der Reaktion auf Russlands Angriffs­krieg gegen die Ukraine. Europa hätte wie Wladimir Putin auch auf Kriegs­wirt­schaft umstellen müssen, sagt er laut „Focus“. Nun seien die Muniti­ons­lager weitgehend leer. 

Zugleich fordert Enders – der als Ex-Fallschirm­jäger den Spitz­namen „Major Tom“ trägt – mehr europäische Militär­un­ab­hän­gigkeit von den USA. Es brauche „eine Art Euro-Nato“. Dafür sei die EU grund­sätzlich gut aufge­stellt. Scharfe Kritik übt Enders an der geplanten Anschaffung von F‑35 US-Kampfjets – besser sei die Umrüstung des Eurofighters zum Atomaf­fen­träger. focus.de/finanzen

Europa Wirtschaft

EU lockt Spitzenforscher:

Die Europäische Union will mit einem Förder­pro­gramm in Höhe von 500 Millionen Euro führende Wissen­schaftler aus aller Welt anlocken. Laut Handels­blatt sollen die Mittel in Spitzen­be­reiche wie KI, Klima­wandel und Gesundheit fließen. Damit solle der Forschungs­standort Europa gestärkt und der „Brain-Drain“ (Auswan­derung von Fachkräften) abgeblockt werden.

Das Ziel formu­liert EU-Kommis­si­ons­prä­si­dentin Ursula von der Leyen so: Die EU solle ein globaler Innova­ti­ons­führer werden. Sie sollte mit den USA und China konkur­rieren. Die Förderung beginnt 2026. handelsblatt.com

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EU will auf in den Kampf:

Die Europäische Union bereitet sich auf eine Eskalation des Handels­streits mit den USA vor. Sollten die laufenden Gespräche scheitern, plant der Staaten­verbund zusätz­liche Zölle auf US-Waren. Diese hätten einen Wert von rund 100 Milli­arden Euro. Die Brüsseler Kommission sei bei ihrer Reaktion flexibel, lautet eine Aussage aus dem Umfeld von EU-Handels­kom­missar Maros Sefcovic. „Alle Optionen bleiben auf dem Tisch.“ fr.de/wirtschaft

China umschmeichelt Europa:

„Gegen­seitige Offenheit“ und „angemessene“ Bewäl­tigung von Diffe­renzen – das wünscht sich Staats- und Parteichef Xi Jinping zum 50. Jubiläum der diplo­ma­ti­schen Bezie­hungen zwischen der Volks­re­publik und der Europäi­schen Union. Um gut Wetter zu machen, begrüßte der kommu­nis­tische Herrscher schon mal in einer Botschaft die geplanten Besuche von EU-Ratsprä­sident Antonio Costa und EU-Kommis­si­ons­prä­si­dentin Ursula von der Leyen. Sie wollen mit Peking über Strategie, Wirtschaft und Handel reden sowie grüne Entwicklung und Digita­li­sierung ansprechen. 

China versucht derzeit die EU als stärkeren Partner zum Ersatz der handels­po­li­tisch aggressiv gewor­denen USA zu gewinnen. 2021 verhängte Sanktionen Chinas gegen das Europäische Parlament wurden gestrichen. reuters.com

Gesunde und stabile Bezie­hungen zwischen China und der EU fördern nicht nur gegen­sei­tigen Erfolg, sondern strahlen auch auf die Welt aus. – Das meint jeden­falls Chinas Führer Xi

Popfest mit strengen Regeln:

Die Europäische Rundfunk­union (EBU) hat neue Regeln für die Verwendung von Flaggen beim inter­na­tio­nalen Sanges­wett­bewerb Eurovision Song Contest (ESC) beschlossen. Danach sind nächste Woche bei den Vorausschei­dungen und beim Finale am 17. Mai in Basel nur die Natio­nal­flaggen der teilneh­menden Länder zugelassen. Daneben darf einzig die LGBTQIA+- Regen­bo­gen­flagge gezeigt werden. Die EU-Flagge oder Pride-Varianten sind ausdrücklich verboten. 

Scharfe Kritik übt daran Nemo, der schwei­ze­rische ESC-Sieger 2024: Der ESC könne nicht für Vielfalt stehen und zugleich queere Identi­täten ausblenden. Die 25-jährige Person hatte in Malmö die nicht­binäre Flagge verwendet – vorschrifts­widrig. spiegel.de tagesspiegel.de 

„‘Wer gewinnt, wird auf dem Markt verteilt wie eine Sau!’ Ich hörte das und dachte: Genau so war’s!“ - ESC2024-Gewinner Nemo hat genug vom Eurovi­si­ons­trubel: tvspielfilm.de

Europa Zahl der Woche

70.000.000.000

70 Milli­arden Euro pro Jahr (Stand 2022) – so viel fließen von der EU und ihren Mitglieds­staaten in Entwick­lungs- und humanitäre Hilfe. Damit ist die EU die größte Geberin von Entwick­lungs­hilfe weltweit – und gibt mehr, als die USA und China zusammen.

Europa USA 2025/09

Abschuss frei:

portrait of woman in face paint with her wolf

Die EU-Kommission will die Jagd auf Wölfe erleichtern, obwohl die Tiere in der EU unter Schutz stehen. Grund: Steigender Zahlen von Nutztier­rissen. Begrenzte Abschüsse sollen den Bestand regulieren und die Landwirt­schaft schützen. reuters.com

Papst Weltkrieg Merz Rumänien Woche 2025/19

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