Europa: Themen der Woche
(Europäische Union) – Das hat die Politik in Europa, die Europaeische Union, und die EU-Öffentlichkeit in der Europa-Woche 2024/34 an- und umgetrieben:
- Taylor Swift ist in die USA zurückgekehrt – sie brachte Cash in europäische Kassen: Siehe unten.
- Frankreich sucht seine Regierung: Scrolle runter.
- Immer mehr illegale Einwanderer strömen in die EU: Details siehe unten.
Das alles und noch viel mehr: von WOLF ACHIM WIEGAND

Bye, bye Taylor Swift:
Der umjubelte US-Superstar hat seine spektakuläre Europa-Tournee in London beendet. Die Tournee war profitabel für viele. Es waren 14 Wochen, 18 Städte und 45 Konzerte. Allein in der britischen Hauptstadt. Swift ist dort acht Mal im Wembley-Stadion aufgetreten.

Die Hotel- und Restaurantumsätze der Londoner Swift-Besucher werden auf fast 1,2 Millionen Euro geschätzt – das ist pro Tag! In Deutschland verbuchte das Gastgewerbe bis zu 100 Prozent gestiegene Umsätze.
Ein Zusatzfaktor für die Umsätze waren unzählige ticketlose Fans – die “Swifties” – rund um die ausverkauften Stadien. Dort verfolgten Unzählige die Auftritte ihres Idols akustisch. Allein in München am Olympiastadion waren es rund 50.000 Personen.
Zum Abschlusskonzert äußerte sich Swift erstmals zu den traurigen Tagen in Wien. Drei Konzerte mussten wegen islamistischer Terrorgefahr abgesagt werden. capital.de/swiftonomics zeit.de/kultur brisant.de/stars
“Es war ein Traum, für euch aufzutreten, mit euch zu tanzen und diese magischen Momente zu teilen” – Pop-Königin Taylor Swifts Botschaft an ihre europäischen „Kunden“
Europa-Woche 2024/34

Kopfloses Frankreich:

Fast zwei Monate nach der unentschiedenen Parlamentswahl hat Frankreich immer noch keine neue Regierung. Beratungen der linkssozialistischen Gewinner mit Präsident Emmanuel Macron als Berechtigter zur Ernennung des Premierministers verlaufen bislang im Sande. Kein politischer Block hat eine Mehrheit. Niemand möchte koalieren.
Dabei muss Paris mit Hochdruck seinen schwer defizitären Haushalt in Ordnung bringen. Die Europäische Union hat bereits ein Verfahren in Gang gesetzt. Es drohen hohe Strafzahlungen, falls Frankreich bis zum 20. September nicht spurt. euractiv.de
„Frankreich befindet sich in einer völligen Sackgasse“ – Henri Sterdyniak, Gründer der linken Denkfabrik Les Économistes atterrés, ist verzweifelt
Kopfloses Belgien:
Das Gastgeberland der EU-Institutionen, Belgien, schlittert in eine politische Krise. Die Versuche nach der Wahl vom 9. Juni eine Fünf-Parteien-Koalition unter Bart de Wever (Bürgermeister von Antwerpen) zu bilden, sind ins Stocken geraten. Hauptakteure sind Wahlsieger Wevers rechtsextreme Partei Vlaams Belang und die zweitplatzierte rechtsgerichtete Nieuw-Vlaamse Alliantie. Beide befürworten eine Aufspaltung Belgiens und Unabhängigkeit für Flandern.
Wie im Nachbarland Frankreich (siehe oben), spielt in Brüssel der Defizit-Haushalt eine Bremserrolle. Die Liberalen als Partner in spé haben andere Vorstellungen über seine Sanierung als die Rechten. Belgiens Bürger bleiben gelassen – das Land hält den Weltrekord in Regierungsbildung: 541 Tage. politico.eu
Mehr unerlaubte Einwanderung:

Die illegale Migration nach Europa hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Hauptzielland sei Deutschland, sagt das Bundeskriminalamt (BKA). Laut seiner Statistik kamen 2023 rund 380.200 Menschen ohne gültige Papiere über die Außengrenzen – so viele, wie seit 2016 nicht mehr. In Deutschland beträgt die Zahl ein Plus von 33,4 Prozent.
Die meisten Illegalen kamen aus Syrien, vielfach mit Schleuserhilfe. Die Umstände sind dabei oft grausig. Unterdessen soll die EU-Grenzschutzagentur Frontex für 400 Millionen Euro neu ausgerüstet werden, unter anderem mit Drohnen und anderem Überwachungsgerät. welt.de/politik euractiv.de
Europa-Woche 2024/34

Dienstende für eine taffe Frau?

Die populäre EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager wird dem nächsten „Kabinett“ der Ursula von der Leyen wohl nicht mehr angehören. Aus Kopenhagen verlautet, die sozialdemokratisch geführte Regierung wolle die mächtige Kartellwächterin nicht mehr für eine dritte Amtszeit nominieren. Grund: Vestagers harter Kurs gegen einige der weltgrößten Konzerne ist wohl bei vielen EU-Regierungen nicht wohl gelitten.
Mit der 56-jährigen Liberalen verschwände eine Frau, die es nicht scheut, sich mit großen Namen anzulegen. Sie stritt schon mit Tim Cook (Apple) und verhängte milliardenschwere Strafen. Gegenwärtig streitet sie sich mit Elon Musk (X, vormals Twitter) und Mark Zuckerberg (Meta). Die Vorwürfe lauten von Machtmissbrauch und Verletzung von Transparenzregeln bis hin zu Kundentäuschung. manager-magazin.de

Falsche Blüten und falsche Fuffziger:

Italienische Carabinieri haben in Neapel mit Unterstützung der EU-Polizeibehörde Europol einen Geldfälscher und seine hochtechnologische Werkstatt hochgenommen. Dabei entdeckten sie in einem Privathaus drei Millionen falscher Blüten in einer bunkerähnlich abgeschotteten Produktionsstraße.
Jahrelange koordinierte Ermittlungen der Polizeien von mindestens zehn EU-Ländern führten auf die Spur. In diesen Ländern fielen die Euro-Scheine auf. Sie waren alle nach dem gleichen Muster hergestellt worden. Der Festgenommene ist ein großer Fisch. Er soll fast ein Drittel aller im Jahr 2023 entdeckten Gelder im Gesamtnennwert von rund acht Millionen Euro produziert haben. europol.europa.eu
Europa-Woche 2024/34

EU-Gaszufuhr bald gekappt?

Der erfolgreiche Militärvorstoß der Ukraine nach Russland könnte zur Unterbrechung der EU-Gasversorgung führen. Das befürchten Beobachter, nachdem die „Blau-Gelben“ in die russische Gasknotenanlage Sudzha vorgerückt zu sein scheinen. Satellitenbilder deuten auf erhebliche Schäden hin.
Von Sudzha aus fließt sibirisches Gas durch die Ukraine in EU-Länder wie Ungarn, Österreich und die Slowakei. Die Pipelinestation liegt nur wenige Kilometer an der Westgrenze der Region Kursk. Noch fließt das Gas, aber das kann sich ändern, sollte Russland schwere Artillerie und Luftangriffe einsetzen. euractiv.de dw.com

39 %
Das ist die Zahl des Frauenanteils im Europäischen Parlament. Dies liegt über dem 🌍 Weltdurchschnitt für nationale Parlamente (26,9 %). Es liegt auch über dem 🇪🇺 europäischen Durchschnitt für nationale Parlamente (31,6 %). Mehr

Mietflucht ins Ausland?
Die schwierige Lage bei günstigem Wohnraum führt manchen Deutschen zur Überlegung ins günstigere Ausland umzuziehen. Eine neue Analyse des europäischen Immobilienmarkts zeigt, wo sich das in Europa lohnen könnte und wo nicht. So sind Paris und London Käufer schon mal sowohl für Mieter wie für Käufer die teuersten der 68 untersuchten Städte.
Überraschung: Gemessen am Durchschnittseinkommen ist eine 70-Quadratmeter-Wohnung in Dänemark am günstigsten. Vergleichsweise erschwinglich kommt man auch in Italien zu Betongold, selbst in Rom. Geheimtipp für Mieter: Turin. welt.de
Europa-Woche 2024/34

Europas Flüsse verdrecken:

Viele Flüsse auf dem europäischen Festland haben ein Schmutzproblem. Viele Kommunen haben eine veraltete Infrastruktur. Besonders bei Starkregen läuft schädliches Abwasser aus Haushalten und Fabriken ungefiltert ab. Dies geschieht trotz weitverbreiteten Umweltbewusstseins.
Die EU-Kommission will nun eingreifen. Die Situation soll sich bis 2027 ändern. Es gibt sogar Ermittlungen gegen Italien, Griechenland und Spanien wegen Verstoßes gegen Standards. Daten aus der Ostsee zeigen: Die dort immer wieder gemessenen Schadstoffwerte haben ihre Ursache in ungenügend gesäuberten Flusszuläufen. wiwo.de

Weltrekord bei Fruchtbarkeit:

Zum ersten Mal seit 1960 ist die Zahl der Geburten in der EU auf unter 4 Millionen gesunken. Das ist die niedrigste Fruchtbarkeitsrate der Welt! Frankreich hat die meisten Babys, Malta die wenigstens. de.nachrichten.yahoo.com
Europa-Woche 2024/34
Entdecke mehr von http://www.european.expert
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E‑Mail zu erhalten.
