Europa Woche 2025/03 Schattenflotte Musk: Was geschah Spannendes in dieser Europa-Woche? Was hat die öffentlichen Diskussionen und politischen Initiativen in Europa angetrieben? Was beschäftigte die Europäische Union, das Europäische Parlament und die EU-Kommission? Hier meine Nachrichtenauswahl im Europa Blickpunkt…

- EU geht gegen Russlands Schattenflotte auf der Ostsee vor. Scrolle weiter⤵️.
- EU will gegen Musk ganz hoch hinaus. Details: Unten ⤵️.
Das alles und noch viel mehr: von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)
Europa Woche 2025/03 Schattenflotte Musk

Teure Ostseefahrt:

Eigentlich sollte er schon in Dänemark zur Reparatur liegen. Doch die aktuelle Ostsee-Reise des zur russischen Schattenflotte gezählten Öltankers “Eventin” wird für die arabische Reederei immer länger. Sie wird auch kostspieliger.
Das Schiff hatte auf dem Weg von Russland nach Ägypten eine Motorhavarie. Seit der anschließenden Schleppfahrt ankert es seit Tagen weiter vor Sassnitz (Rügen). Das habe ich mit eigenen Augen beobachtet. Inzwischen ist der Motor offenbar wieder angesprungen. Aber:
Der deutsche Zoll untersucht jetzt die Herkunft der rund 90.000 Tonnen Öl. Bis zum Ergebnis der Laborkontrolle kann es Tage dauern. Bis dahin darf die 274 Meter lange “Eventin” deutsche Gewässer nicht verlassen. Ladung und Schiff (Flagge Panama) könnten sogar beschlagnahmt werden. Und zwar dann, wenn ein Verstoß gegen EU-Sanktionen oder Betriebsunfähigkeit wegen mangelnder Sicherheit festgestellt werden sollte. ndr.de/nachrichten
Europa Woche 2025/03 Schattenflotte Musk

Geiseldeal – Punktsieg für den Todeskult:
Die westliche Politik verdreht die Realität im Nahen Osten. EU-Politiker wie Annalena Baerbock loben das von den USA herbeigedrückte Abkommen zwischen Israel und den Hamas-Terroristen unkritisch. Dabei kommt nur jede dritte verschleppte Person frei. Ob im Sarg, Leichensack oder lebendig, das sagen die fiesen Psychogangster nicht.
Im Gegenzug muss Israel etwa 1.000 verurteilte Gewalttäter freilassen – auf zu neuen Terrortaten? 65 Menschen werden weiter unter grausigen Bedingungen leiden. Sie sind irgendwo in Verliesen auf der Raketenabschussbasis Gazastreifen gefangen. Wie viele längst ermordet oder dahingesiecht sind, lässt die Hamas offen.
Terroristen lernen durch diesen Deal, dass Gewalt belohnt wird. Unterdessen dulden oder gar fördern irregeleitete Leitungen an den besten Unis der Welt (auch bei uns) falsche Solidarität mit Völkermordfantasten.

Israel als einzige demokratische Oase der Region verdient entschiedene Unterstützung im Kampf gegen Terrorismus, der uns alle bedroht.
Der jüdisch-arabische (!) Staat hat mit beherztem und risikoreichen Vorgehen die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung im Libanon ermöglicht. Er hat den Sturz des Assad-Regimes in Syrien mit bewirkt. Und: Israel hat dem Iran – und damit Russland und China – die Grenzen aufgezeigt.
Europa und die westliche Welt müssen endlich auf die gerechte Seite der Weltgeschichte wechseln! waw zdf.de
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EU-Abgeordnete an die Kandare
Das Europäische Parlament plant Maßnahmen, um die Anwesenheit der Abgeordneten bei Plenardebatten zu erhöhen. In einem Pilotprojekt werden die Zeitpläne für zwei Debatten in der kommenden Woche nicht im Voraus veröffentlicht. So müssen die Abgeordneten während der gesamten Diskussion anwesend sein, um ihre Redebeiträge zu halten.

Die erste betroffene Debatte am kommenden Dienstag behandelt die Durchsetzung des Digital Services Act (Digitalregulierung). Die Diskussion dreht sich um ausländischer Einmischung und voreingenommene Algorithmen. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola unterstützt diese Initiative. Sie basiert auf Vorschlägen einer Gruppe von 60 jungen Abgeordneten. Bei Erfolg ist eine schrittweise Ausweitung des Ansatzes geplant. politico.eu
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Zu wenig EU-Aufstiegswillen:
Deutliche Kritik an der Satelliten- und Raketenpolitik Europas und Deutschlands hat Thomas Jarzombek geäußert. Der ehemalige Raumfahrtbeauftragte der Bundesregierung (CDU) sagt, es fehle an Ambition und Wettbewerb. Um besser zu werden, befürwortet der Experte eine Privatisierung der Branche nach US-Vorbild und die Förderung dynamischer Start-ups.
Zugleich warnt Jarzombek vor einseitiger Abhängigkeit Europas von Elon Musks Satellitensystem Starlink, das bereits Einfluss auf den Ukrainekrieg gehabt habe. Die EU brauche ein eigenes Satellitenkommunikationsnetz, um ihre Unabhängigkeit zu sichern. Zugleich setzte sich Jarzombek für stärkere Investitionen in militärische Raumfahrttechnologien ein. wiwo.de

„Bemannte Raumfahrt: Die USA beherrschen sie, Russland beherrscht sie, China beherrscht sie, Indien beherrscht sie. Europa aber beherrscht sie nicht und hat noch nicht einmal die Ambition dazu.“ – Thomas Jarzombek bricht den Stab über der EU
Europa bietet Musk Paroli:
Die Europäische Union schickt sich an, den US-Milliardär Elon Musk in die Schranken zu weisen. Zumindest wirtschaftlich tritt sie auf seinem Gebiet der Raumfahrt als Wettbewerber an. Bereits für dieses Jahr kündigt das in Frankreich ansässige Unternehmen MaiaSpace den ersten Start mit einer wiederverwendbaren Rakete an.
Damit könnte eine Alternative zur Musk-Firma SpaceX entstehen. Die bringt bislang als weltweit einzige Falcon-9-Geschosse ins Weltall und fängt sie nach vollbrachter Mission unbeschadet wieder auf der Erde auf.
der Plan der EU würde Europas Wettbewerbsfähigkeit in der Raumfahrt stärken und den Rückstand auf SpaceX mindern. Die Maia soll vom europäischen Raumfahrtzentrum Guayana aus starten. Der Betreiber gehört zur Ariane Group und damit zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus. handelsblatt.com maia-space.com/

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Ostsee-NATO hat Russland im Visier:

Die NATO-Nationen an der Ostsee werden jetzt Russland und seine unfreundlichen Aktionen verschärft ins Visier nehmen. Bei einem Treffen in Helsinki haben die führenden Regierungspolitiker unter anderem die Gründung der “Baltic Sentry” beschlossen. Das bedeutet verstärkte militärische Präsenz auf dem Binnenmeer des Atlantiks und schärfere Sanktionen gegen verdächtige russische Schiffe. Die Koordinierung erfolgt von Rostock aus.
Anlass für die Maßnahmen ist die vermehrte Sabotage von Infrastruktur in der Ostsee. Insbesondere betrifft es Schiffe der russischen Schattenflotte. Diese haben offensichtlich mit Absicht mehrere unterseeische Kommunikations- und Stromkabel beschädigt. Außerdem spähen sie Infrastruktur aus. Der finnische Präsident Alexander Stubb stellte zudem einen Zehnpunkteplan vor, der Schiffsdurchsuchungen erleichtern soll. Inzwischen wurde bekannt: Der von Finnland festgesetzte Tanker “Eagle S” sollte offenbar gleich mehrere Kabel und auch Pipelines zerstören. sueddeutsche.de (NATO) t‑online.de (Eagle S)
Ukraine schlägt massiv zurück:
Die völkerrechtswidrig von Russland angegriffene Ukraine hat den Aggressor massiv in seinem Hinterland attackiert. Nach Angaben von Beobachtern führten die Verteidiger den härtesten Luftangriff seit Kriegsbeginn vor fast drei Jahren. Nach offiziellen Angaben waren über 200 Drohnen im Einsatz, darunter neue Eigenentwicklungen. Zudem sollen britische Storm-Shadow-Marschflugkörper und amerikanische ATACMS-Raketen eingesetzt worden sein.
Ziele waren unter anderem militärische Einrichtungen, darunter die Luftwaffenbasis Engels. Russland antwortete mit einem umfassenden Vergeltungsschlag. Experten sehen in den Angriffen eine neue Phase des Luftkriegs. t‑online.de

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50%
Die EU-Mitgliedsstaaten, die etwa 6% der Weltbevölkerung ausmachen, geben rund 50% des globalen Sozialbudgets aus. Dies zeigt die enorme Priorität, die soziale Sicherheit und Wohlfahrt innerhalb der EU haben.
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Plastikdosen adé:

Tupperware, der weltweit bekannte Hersteller von Kunststoffbehältern, hat seinen Betrieb in Europa eingestellt. Das geht aus der Homepage hervor (siehe Link unten). Vorausgegangen waren Insolvenzanträge in den USA und Deutschland. tupperware.de merkur.de focus.de
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