Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Wochen­rück­blick. Nachrich­ten­auswahl ⤵️. Unter anderem: ▶️ Israel in Europa. ▶️ UK schmust mit EU. ▶️ Rechtsruck Rumäniens reicht nicht für Putin-Präsidenten.

Europa Themen
  • BRÜSSEL: Nach US-Botschaftsmord verschärft Europa Schutz für Israel-Diplo­maten. Scrolle⤵️.
  • LONDON: Ärmel­kanal wird enger – EU und UK rücken wieder näher zuein­ander. Mehr: ⤵️.
  • RUMÄNIEN: Pro-Europäer wird Präsident – Aber fast jeder Zweite war kremltreu. Details: Unten⤵️.

Von WOLF ACHIM WIEGAND (Alle Fotos: KI)

Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21

Botschaftsmord in USA schockt Europa

Der Mord an zwei jungen Mitar­beitern der israe­li­schen Botschaft im fernen Washington schockt ganz Europa. In allen Haupt­städten verschärften Sicher­heits­experten den Schutz diplo­ma­ti­scher Vertre­tungen. Das deutsche Bundes­kri­mi­nalamt befürchtet „hohe Gefähr­dungs­re­levanz“ für Israelis und Juden.

Lynn Milgrim und Yaron Lischinsky

Das Attentat mit Pisto­len­schüssen hatte ein 30-jähriger US-Bürger begangen. Er rief nach der Festnahme „Free, free Palestine“ (Freiheit für Palästina).

Die Opfer Lynn Milgrim und Yaron Lisch­insky waren ein junges Paar. Sie hatten Hochzeits­pläne. Der Täter lauerte nach einer Veran­staltung am Ausgang vom Jüdischen Museum. Lisch­insky war in Nürnberg aufge­wachsen. Er war Christ, als 16-Jähriger nach Israel ausge­wandert und hatte sich für inter­re­li­giösen Dialog und Verstän­digung mit Paläs­ti­nensern engagiert. Mehr dazu: morgenpost.de deutsch-israelische-gesellschaft.de

Europa Politik

EU und UK feiern Verlobung: 

Eine erneute Liebes­heirat nach der Scheidung ist es noch nicht, aber ein Anbandeln schon: Die Europäische Union (EU) und das Verei­nigte König­reich (UK) sind einen großen Schritt aufein­ander zu gegangen. Beim ersten gemein­samen Gipfel­treffen nach dem Brexit haben sich beide Seiten des Ärmel­kanals auf eine umfas­sende Neuaus­richtung ihrer Bezie­hungen verständigt.

Premier Keir Starmer und EU-Chefin Ursula von der Leyen definierten Koope­ra­ti­ons­felder für Sicherheit und Vertei­digung. Sie taten dies ebenso für Wirtschaft und Handel. Auch die Bereiche Fischerei sowie Jugend­mo­bi­lität wurden berück­sichtigt. Zugleich legten sie getrennte Wege fest, etwa bei Binnen­markt, Zöllen und Freizü­gigkeit. Beobachter sehen ein neues Kapitel der Koope­ration. bild.de de.euronews.com

Wir werden konstruktive Wege finden, um zusam­men­zu­ar­beiten. - UK-Premier Keir Starmer (Labour) mit lange nicht aus London gehörten Tönen. Große Teile der Inlands­presse verschüt­teten aller­dings viel Häme gegen den Sozial­de­mo­kraten und schlag­zeilten von “Verrat am Brexit” … ⤵️

Rumänien gerade noch gerettet:

Foto: Internet

Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21

Europa marsch!

Die Europäische Union ist jetzt ein kleines bisschen sicherer gegen militä­rische Angriffe und andere Notsi­tua­tionen geworden. Die Außen­be­auf­tragte Kaja Kallas hat die Einsatz­be­reit­schaft der „Krisen­re­ak­ti­ons­kraft“ gemeldet. Die 27 EU-Mitglieds­staaten können die 5.000 darin einge­planten Soldaten innerhalb von zehn Tagen in Krisen­re­gionen entsenden – bis zu einer Einsatz­dauer von 120 Tagen.

Die jahrelang geplante Truppe ist Teil der im Strate­gi­schen Kompass beschlos­senen „Rapid Deployment Capacity“ (RDC). Sie soll Szenarien wie Evaku­ie­rungen, Stabi­li­sie­rungs­ein­sätze oder die Sicherung kriti­scher Infra­struk­turen bewäl­tigen. Beobachter sprechen von einem bedeu­tenden Test für die Fähigkeit der EU, eigen­ständig auf inter­na­tionale Krisen zu reagieren. euractiv.fr consilium.europa.eu 

Erschwertes EU-Asyl:

Die Asylregeln der EU könnten still neu geschrieben werden – zu Gunsten einer leich­teren Rückführung von Migranten in durch­reiste Länder außerhalb der EU. Das wäre die Folge einer Neude­fi­nition des Begriffs „sicherer Dritt­staat“, die der EU-Kommission vorschwebt. Das neue Konzept sieht vor, Asylan­träge leichter als unzulässig ablehnen zu können, wenn der Antrag­steller in einem als sicher geltenden Nicht-EU-Land Schutz erhalten könnte. – Mehr: siehe unten.

Europa Wirtschaft

Münzen zu Plastik:

Die Debit­karte hat in ganz Europa das Bargeld als bevor­zugtes Zahlungs­mittel abgelöst. Bei einer aktuellen Umfrage haben 40 % der Befragten angegeben, am liebsten mit „Plastikgeld“ zu bezahlen – nur halb so Viele stehen weiter auf Metall und Papier. 

Auch Kredit­karten gewinnen an Beliebtheit: Jeder fünfte europäische Verbraucher bevorzugt Zahlungen auf Pump. Noch nicht so verbreitet sind Bezahl-Apps. Inter­essant: Die Nutzung von Bargeld ist besonders in Deutschland stark zurück­ge­gangen. Trotzdem lieben wir Münzen und Scheine immer noch mehr als der Durch­schnitts-Europäer. welt.de

EU-Häfen für Russen gesperrt:

Schiffe mit Russland­bin­dungen werden in europäi­schen Häfen künftig noch seltener zu sehen sein, als schon jetzt. Das ist Folge des 17. Sankti­ons­pa­ketes, das die Außen- und Vertei­di­gungs­mi­nister der EU wegen des Ukrai­ne­krieges gegen Russland auf den Weg gebracht haben. Darin ist ein Einlauf­verbot für weitere rund 200 Schiffe der russi­schen Schat­ten­flotte enthalten – sie müssen nun die Ost- und Nordsee nonstop durchreisen.

Die verschleiert regis­trierten Schiffe dienen dem Kreml für weltweite Ölgeschäfte. An dem Grauhandel verdienen norddeutsche Reeder mit, hatte der NDR berichtet. welt.de ndr.de 

Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21

EU startet Rüstungsfonds:

Um die Vertei­digung der EU-Mitglieder zu fördern, hat die Europäische Union das Programm „Security Action for Europe“ (SAFE) gestartet. Es soll auch die Rüstungs­in­dustrie stärken. Hinter SAFE verbirgt sich ein neuer Rüstungs­fonds in Höhe von 150 Milli­arden Euro. Damit können die EU-Länder gemeinsam Militär­güter beschaffen und von Darlehen profi­tieren, die im EU-Budget abgesi­chert sind.

Auf der Wunsch­liste stehen Luftver­tei­di­gungs­systeme, Artil­lerie, Drohnen und Cyber­ab­wehr­tools. Bestimmte Dritt­staaten wie die Ukraine dürfen beteiligt werden. Die Maßnahme reagiert auf Bedro­hungen durch Russland und Unsicher­heiten über die USA. Der EU-Minis­terrat muss SAFE noch formell bestä­tigen. reuters.com deutschlandfunk.de ft.com

Politik will ESC-Sangesturnier züchtigen:

Der fröhliche inter­na­tionale Sanges­wett­streit Streit nach dem Eurovision Song Contest” (ESC) zeitigt unschöne Nachwehen. Nachdem die israe­lische Künst­lerin Yuval Raphael (24) in Basel trotz Boykott­auf­rufen den Gesamtsieg beim Publikum erreicht hatte mischt sich die oberste politische Ebene ein. Spaniens Regie­rungschef Pedro Sánchez fordert den Ausschluss Israels vom Wettbewerb der Rundfunk­sender. Begründung des Sozial­de­mo­kraten, der in Madrid mit der spani­schen Links­partei koaliert: Das Vorgehen der israe­li­schen Regierung im Gazastreifen.

Die EBU ist ein Zusam­men­schluss öffentlich-recht­licher Rundfunk­an­stalten, nicht von Regie­rungen. – ESC-Direktor Martin Green will Politiker aus dem Festival raushalten.

Spaniens staatlich kontrol­lierter TV-Sender RTVE hatte zuvor eine Überprüfung des Votings beantragt. Belgiens öffentlich-recht­licher Sender VRT unter­stützt das Begehren der Spanier. Die Rundfunk­union EBU kommen­tierte dies als Veran­stalter lapidar. In einem Statement hieß es, sie betreibe das modernste Abstim­mungs­system der Welt. rnd.de aurora-israel.co.il

Terrorverdacht gegen Popmusiker:

Ein Mitglied der weltweit hippen Hip-Hop-Gruppe „Kneecap“, Liam Óg Ó hAnnaidh (Künst­lername: Mo Chara), ist in London wegen eines Terro­ris­mus­de­likts angeklagt worden. Er soll bei einem Auftritt eine Flagge der verbo­tenen Unter­gund­miliz Hisbollah gezeigt haben. „Kneecap“ behauptet, das Beweis­video sei aus dem Zusam­menhang gerissen worden (siehe Video unten).

Wegen diverser antiis­rae­li­scher Ausfälle sind zahlreiche Gigs der gefei­erten Iren abgesagt worden, auch in Deutschland. Das preis­ge­krönte Trio hat mit provo­ka­tiven Texten und Merchandise einen bemer­kens­werten Aufstieg in der inter­na­tio­nalen Pop- und Alter­na­tiv­mu­sik­szene erlebt. bbc.com rollingstone.de Siehe meinen Hinter­grund­be­richt: Antise­mi­tismus im Glitzerkostüm

Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21

Achtung, Antimaterie auf Überholspur!

Eine noch nie über weite Strecken trans­por­tierte Fracht könnte bald über Europas Straßen rollen: Antima­terie. Das ist – verkürzt erklärt – das exakte Gegen­stück zur normalen Materie, aus der alles in unserem Alltag besteht. Die äußerst seltene Masse wird in Teilchen­be­schleu­nigern (z. B. bei DESY) künstlich erzeugt, entsteht aber auch natürlich beim radio­ak­tiven Zerfall oder in der kosmi­schen Strahlung.

Nun ist es Forschern der Europäi­schen Organi­sation für Kernfor­schung (CERN, Genf) erstmals gelungen, Antima­terie im Lkw zu trans­por­tieren. Das ebnet den Weg für die Lieferung auf öffent­lichen Straßen über weite Strecken. Experten hoffen auf neue zukünftige Experi­mente und Anwen­dungen. Profi­tieren könnten u. a. Medizin, Bildgebung oder Raumfahrt. heise.de youtube.com (Erklär­video)

Europa Zahl der Woche

2,99 Milli­arden

Europa USA 2025/09

Bitte Wasserhahn zudrehen!

Die EU-Bürger sollen Wasser sparen. Dazu hat Umwelt­kom­mis­sarin Jessika Roswall (Schweden) aufge­rufen. Grund: Zuneh­mende Trockenheit, leere Wasser­speicher. Sie deutete Maßnahmen für eine trans­pa­rente Verbrauchs­kon­trolle in Haushalten an. spiegel.de/wissenschaft

Europa Nachrichten Rückblick Woche 2025/21

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🫵 Wie könnte der Hass zwischen Israelis und den Menschen in Gaza aufhören – irgendeine Idee? Schreibe gerne unten in die Kommentare: ⤵️


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