Handels­kon­flikt USA Europa Woche 2025/15: Aktuelles über Europäi­sches Parlament, Europäische Union und EU-Kommission sowie Drumherum. Wochen­rück­blick. Nachrich­ten­auswahl ⤵️. Unter anderem: ▶️ F. Merz auf dem EU-Prüfstand ▶️ Macron setzt sich an die EU-Spitze ▶️ Briten erwägen Reform der Royal Army

Handels­kon­flikt USA Europa Woche 2025/15

Die Welt, wie wir sie kannten, ist verschwunden. – Großbri­tannien-Premier Keir Starmer in einem Meinungs­ar­tikel der Sunday Times

Europa Themen
  • BRÜSSEL: EU schaut gespannt auf Friedrich Merz. Scrolle⤵️.
  • FRANKREICH: Macron – zuhause angeschlagen, in EU an der Spitze. Mehr: ⤵️.
  • LONDON: Royal Army will Zöpfe abschneiden. Details: Unten ⤵️.

💬 Das alles und noch viel mehr von WOLF ACHIM WIEGAND (Titel: KI)

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Ausland skeptisch über Schwarz-Rot:

Die in Berlin erzielte Einigung auf eine schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz (CDU) hat im europäi­schen Ausland gemischte Reaktionen ausgelöst. Die Kommentare über die kommende Regierung im größten EU-Land reichen von Erleich­terung bis Skepsis:

Trotz Merz’ Versprechen, eine starke deutsche Führungs­rolle in Europa zu übernehmen, geht er als angeschla­gener Partei­vor­sit­zender aus den Koali­ti­ons­ver­hand­lungen hervor. – So sieht es das europäische Nachrich­ten­portal “Politico.”

Von Umfragen, Zöllen und Verbün­deten gebeutelt, versucht der Deutsche Merz, die Initiative zurück­zu­ge­winnen. – Die Sicht der Weltnach­rich­ten­agentur “Reuters” (London).

Merz könnte Europa endlich den erhofften deutsch-franzö­si­schen Neustart bringen – voraus­ge­setzt, die SPD bremst nicht bei jedem Kompromiss. - So positiv sieht es “Le Monde” (Frank­reich).

Wir hoffen, dass Deutschland nicht wieder in endlosen Koali­ti­ons­strei­tig­keiten versinkt. – Das erfleht der nieder­län­dische “Volks­krant”.

Wichtig sei eine Lösung bei der Migration, denn „sonst droht der AfD-Erfolg Warschau und Berlin gleicher­maßen zu desta­bi­li­sieren”. – Auch “Rzecz­pos­polita” in Polen hat Erwartungen.

Europa Politik

Handels­kon­flikt USA Europa Woche 2025/15

“Monsieur de l’Europe”:

Bild: KI

Frank­reichs Präsident Emmanuel Macron hat sich trotz innen­po­li­ti­scher Isolation zu einer Art Steuermann der Europäi­schen Union empor­ge­hangelt. Unermüdlich trommelt der 47-Jährige dafür, Europa als eigen­ständige Führungs­macht zu etablieren. Um das zu erreichen, will er mehr als „nur“ eine Erhöhung der Rüstungs­aus­gaben und eine einheit­liche Vertei­digung voranbringen. 

So hat Macron schon vor längerem die Statio­nierung europäi­scher Truppen in der russisch angegrif­fenen Ukraine ins Gespräch gebracht. Außerdem ist er bereit, das franzö­sische Atomwaf­fen­ar­senal zum europäi­schen Schutz­schirm auszu­bauen. Auch im aktuellen Zollstreit mit den USA will sich der Franzose als ein Taktgeber Europas profi­lieren. dw.com

Europa ist in den vergan­genen fünf Jahren sehr franzö­sisch geworden – Das findet Gesine Weber vom German Marshall Fund

Sorge um Putin-Gegnerin:

Angelika Melnikowa (Foto), Sprecherin des Koordi­nie­rungs­rates der Exilop­po­sition von Belarus, wird seit Ende März vermisst. Die 38-Jährige wurde zuletzt Ende März in Polen gesehen. Dort hatten sie, ihr Ex-Ehemann und ihre beiden Töchter ihr Zuhause gefunden. Sie flohen vor dem Régime von Alexander Lukaschenko.

Die beiden kleinen Töchter sind zusammen mit der ehema­ligen PR-Managerin von Coca-Cola verschwunden. Der geschiedene Mann soll mit dem Bus in Richtung Belarus gefahren sein. Angeblich wollte Melnikowa mit den Kindern nach London ausreisen, doch wurde ihr Handy in Belarus geortet. Die Opposition des russisch beherrschten Landes hält alles Mögliche für denkbar: Entführung, Überlaufen oder Mord. meduza.io

Euro-Cops im Pyramidenland:

Europol-Vertrags­un­ter­zeichnung in Kairo / Foto: Europol

Die EU-Polizei­be­hörde Europol arbeitet jetzt mit den Sicher­heits­be­hörden von Ägypten zusammen. Es ist die erste derartige Verein­barung mit einem afrika­ni­schen Land. Sie diene der „Verhütung und Bekämpfung schwerer Krimi­na­lität“, teilt das in Den Haag ansässige Amt mit.

Schwer­punkte gemein­samer Aktionen seien Migran­ten­schleusung, Menschen­handel, Drogen­handel und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Das ägyptische Innen­mi­nis­terium wird dazu einen Verbin­dungs­be­amten zu Europol entsenden. Eine Übermittlung perso­nen­be­zo­gener Daten sei nicht vorge­sehen, betont Europol. Die Verein­barung enthalte strenge Schutz­klauseln zur Achtung der Grund- und Menschen­rechte. europol.europa.eu

Großbritannien: Wird Royal Army bürgerlich? 

Großbri­tannien müsse sich wegen Putins Bedrohung auf Krieg vorbe­reiten. Das rät der Ex-Chef des briti­schen Auslands­ge­heim­dienstes MI6, Sir Alex Younger. Eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine sei in weite Ferne gerückt. 

Daher bräuchten His Majesty’s Armed Forces ein System der natio­nalen Dienst­pflicht nach Schweden-Modell. Es gäbe dabei keine generelle Einbe­rufung. Zugleich gäbe es eine Dienst­pflicht bei Eignung, Motivation und Leistungs­kraft – sowohl für Männer als auch für Frauen. Derzeit ist die British Army eine Profi-Truppe. independent.co.uk

Europa Wirtschaft

Während die Aktien­märkte einbrechen, scheint Donald Trump unbeein­druckt zu sein. Das ist beängs­tigend. – Die Meinung der inter­na­tio­nalen Medien­plattform The Economist (London)

Trump bremst Autofabriken:  

Der britische Konzern Jaguar Land Rover hat als erster europäi­scher Autobauer wegen der US-Straf­zölle einschneidend reagiert. Man werde die Auslie­fe­rungen nach Nordamerika im April „pausieren“. Dies wurde bei der Tochter des indischen Konzerns Tata Motors in London erklärt. Es gelte, sich erstmal auf die „neuen Handels­be­din­gungen“ einzu­stellen. Der Schritt erfolgte noch bevor Trump seine drastische Zollan­ordnung für drei Monate relai­ti­viert hatte.

Auch der europäische Autofa­brikant Stellantis (Citroën, Opel, Maserati, Alfa Romeo, Jeep u.a.) zog die Notbremse. Wegen des US-Zolls von (mittler­weile vorerst ausge­setzten) 25 % beendet der Konzern mit Sitz im nieder­län­di­schen Hoofddorp vorüber­gehend die Produktion. Diese Entscheidung betrifft die Werke Ontario (Kanada) und Toluca (Mexiko), die auf die USA ausge­richtet sind. In den USA selbst wurden fast 1.000 Jobs gestrichen. Stellantis mit seinen 14 Marken ist nach Verkauf viert­größter Autoher­steller der Welt. In Südamerika ist er führend. boersennews.de latina-press.com


Öko-Stahl zu Panzerwannen:

Die Europäische Union steht derzeit vor einer komplexen Spezi­al­aufgabe. Sie muss ihre Stahl­pro­duktion umwelt­freund­licher gestalten. Gleich­zeitig muss sie die steigende Nachfrage durch Rüstungs­be­dürf­nisse decken. 

Dazu hat die EU-Kommission ein Konzept ausge­ar­beitet, um Indus­trie­po­litik mit Sicher­heits- und Klima­zielen zu verknüpfen. Der Europäische Stahl- und Metalle-Aktionsplan (European Steel and Metals Action Plan) sieht u.a. eine Industrie-Dekar­bo­ni­sie­rungsbank und eine Pilot­ver­stei­gerung für kohlen­stoff­armen Stahl vor. Ziel ist es, Techno­logien wie elektrische Hochöfen und Wasser­stoff­nutzung einzu­führen. Das soll den CO₂-Ausstoß um bis zu 95 % reduzieren können mit Wasser­dampf anstelle von CO₂ als Neben­produkt. Die Stahl­in­dustrie ist derzeit für etwa 10 % der globalen CO₂-Emissionen verant­wortlich. defensenews.com

Handels­kon­flikt USA Europa Woche 2025/15

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Europa Zahl der Woche

239.000

Die Zahl der irregu­lären Grenz­über­tritte in die EU im Jahr 2024 ist gesunken. Und zwar exakt um 38% im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht etwas mehr als 239.000 Fällen. Es ist der niedrigste Stand seit 2021Migration and Home Affairs

Europa USA 2025/09

Very British

Eine typisch britische exzen­trische Sport­ver­an­staltung gab es kürzlich in Blackawton, Devon, UK: Das “Festival des Wurm-Bezau­berns”. Dabei müssen Regen­würmer durch Vibra­tionen aus der Erde gelockt werden. Mehr komischer Sport: theguardian.com

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