Europa im Blickpunkt – Kurzkolumne für FORUM – Das Wochenmagazin – Heute geht es um Anhänger des palästinensischen Terrors, die als “Demonstranten” jüdische Studenten und Musiker wie Taylor Swift drangsalieren
Titelbild: KI-generiert

Buhrufe schallten Schottlands Superstar Rod Stewart beim Konzert in Leipzig entgegen, als er eine Ukraine-Flagge und das Foto von Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte. Die in Europa tourende Sängerin Taylor Swift sieht vor der Bühne und im Netz angebliche Fans, die sie drängen, einen Boykott Israels zu promoten. Gefälschte Videos suggerieren, Portugals Fußballgott Ronaldo sei Palästina-Freund – obwohl er schweigt.
Es ist etwas ins Rutschen gekommen in Europa (und anderswo). Eine gewaltige pro-terroristische Propagandawelle überspült die Welt. Sie nutzt dem Potentaten Putin und der Hass-Hamas. Hetzer missbrauchen soziale Medien als Pranger. Kein Chefredakteur checkt die Fakten. Anonymität deckt Lüge und Betrug.

Jüdisches Leben in Gefahr – wie “harmlos” sind die Demonstranten?
Der Krieg der Desinformation startete mit Opfer/Täter-Umkehrungen im Konflikt Kreml gegen Kyjiw. Nun ist Israel die Zielscheibe. Die Grenze zum Antisemitismus ist überschritten. Der kürzlich pensionierte Leiter der EU-Grundrechteagentur, Michael O’Flaherty, brandmarkt Judenfeindlichkeit als „tief verwurzelten Rassismus in Europa”.
Eine Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner zeigt: Über zwei Jahre nach Billigung der EU-Strategie zur Förderung jüdischen Lebens haben elf der 27 EU-Mitgliedstaaten nicht die Verpflichtung erfüllt, nationale Sonderbeauftragte gegen Antisemitismus zu ernennen. Darunter sind Irland und Slowenien, besonders eifrige Anerkenner eines imaginären Staates Palästina.
Sollen Friedensstörer als “Demonstranten” weiter Konzerte stören, Unis verwüsten und Lügen verbreiten dürfen? Nein. Die Politik in ganz Europa muss die Härte des Gesetzes ausrollen. Stars können sich wehren, ukrainische Bombenopfer und drangsalierte jüdische Studenten nicht.
Wolf Achim Wiegand ist freier Journalist mit EU-Spezialisierung

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