Liebe Leserinnen und Leser, liebe Europa-Interessierte -
um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin ein Fan der Europäischen Union (EU). Für mich ist das der Inbegriff von Frieden, Wohlstand, Zusammenleben.
Aber ja, es gibt Ärgernisse, Probleme und Kümmernisse in und mit der EU. Das kennen jedoch selbst noch so enge Familien. Manchmal führt das zu Krach. Auch zu heftigerem. Aber irgendwann hat man sich dann doch wieder lieb.
Tatsache ist: Dieser Staatenverbund ist die bedeutendste Leistung in der Geschichte der teilnehmenden Länder. Ob in Portugal oder Polen, ob in Nikosia oder am Nordkap. Die meisten Menschen sind proud Europeans. Das hat Gründe:
- Einst verfeindete Nationen verdanken der EU jahrzehntelangen Frieden in Wohlstand, Verschiedenheit und Respekt.
- Eine halbe Milliarde Menschen erlebt täglich vielfältige Verknüpfungen von Kulturen, Sprachen und Traditionen.
- Geschäftsleute, Start-Ups und Handwerker können ihre Waren, Talente und Dienstleistungen auf dem größten Binnenmarkt der Welt anbieten.
In Vielfalt geeint. – So lautet seit dem Jahr 2000 das Motto der Europäischen Union.

Vieles in der EU kann und muss besser gemacht werden. Doch pauschales populistisches Schlechtmachen weise ich zurück. Die Behauptung etwa, die EU-Staaten könnten sich durch eine Rückbesinnung auf Nationalismus und Einzeldeals in der globalisierten Welt besser behaupten, ist falsch:
Nicht zersplittert, nur gemeinsam sind wir Europäer stark!
Alter ist kein Privileg. Ermöglicht aber interessante Vergleiche. Ich kannte es noch, das zersplitterte Europa:
Wenn mein Vater unsere Familie im Auto nach Spanien in den Urlaub kutschierte, dann überquerten wir je nach Route vier bis fünf Länder. An jeder Grenze hieß es: An der Warteschlange vor der Zollstation stehen, Passkontrolle, Einreisestempel abwarten, Geldwechseln. Dann erst weiter. Und in den nächsten drei Wochen bei jedem Café nachrechnen – was wäre das in D‑Mark?
Heute: kein Belgische frank, Nederlandse gulden, Lëtzebuerger Frang, Franc français oder Peseta española. Nur noch Euro. Herrlich! Wonderful! ¡Magnífico! Splendido! Thar barr!
Schauen wir also kurz darüber hinweg, dass neben Studenten auch illegale Migranten auf dem Kontinent umherziehen können. Oder, dass immer irgendein Land notwendige Einstimmigkeitsbeschlüsse hintertreibt. Oder, dass eine Europäische Armee wegen Eifersüchteleien eher erst übermorgen kommt, nicht morgen – oder auch gar nicht. Und Vereinigte Staaten von Europa – ob meine Kinder das noch erleben werden?
Vor diesem – im Grunde positiv gestimmten – Hintergrund entstehen meine Blogs.
- Ich beschreibe den Zustand und die Möglichkeiten für einen Neustart der Europäischen Union.
- Ich möchte Ideen transportieren, die EU auch für zukünftige Generationen lebensfähig und attraktiv zu machen.
- Ich möchte voller Schwung mit journalistischen Mitteln dazu beitragen, dass die EU im Sinne von uns Bürgern weitermacht.
Bitte, lesen Sie mit und nutzen Sie die Kommentarspalten ganz unten am Ende jeden Artikels!
(Titelfoto: privat. Textfoto: KI)
Auch hier publiziere ich regelmäßig Europathemen:
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